4 Tage im 5-Sterne-Hotel Seehotel Überfahrt am Tegernsee

00_Jack-Bearow-TegernseeServus, Ahoi und Hallo, liebe Blogleser,

hier meldet sich endlich wieder der kleine Seeräubär Jack Bearow, diesmal mit einem Reisebericht aus seiner Heimat Bayern. Vier Tage und drei Nächte im Fünf-Sterne-Hotel Seehotel Überfahrt in Rottach-Egern am schönen Tegernsee standen Ende Juli auf dem Programm.

Seit ich dieses noble Haus aus der Althoff-Hotel-Collection das erste Mal zusammen mit dem Hochzeits-DJ Dan erleben durfte wollte ich unbedingt dort residieren – das Wort übernachten wäre eindeutig zu ordinär hierfür. Durch gute Beziehungen kamen wir dann tatsächlich kurzfristig an ein tolles Angebot für einen Kurzurlaub und so wurde spontan der Koffer gepackt und ab ging es mit dem Auto an den Tegernsee zu ein paar Urlaubstagen Deluxe…

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Schon beim flotten Check-in in der großen Lobby wird man vom Stil und der Klasse dieses gehobenen Hotels der Extraklasse beeindruckt. Der Unterschied zwischen vier und fünf Sternen ist hier in Deutschland schon gewaltig und das sollten wir auch während unseres gesamten Aufenthaltes immer wieder bemerken. Dies beginnt bereits beim großen Personalaufwand und den damit verbundenen geringen Wartezeiten bei allem was man hier erleben kann. Derzeit arbeiten rund um die Uhr etwa 220 gut ausgebildete Mitarbeiter im Wechsel für die 123 Zimmer und 53 Suiten. Gäste aus aller Welt kommen hierher um einmal vom Alltag abzuschalten und das wird einem wirklich leicht gemacht.

Unsere Zimmerkategorie war die Einfachste, Superior Bergblick, Normalpreis 320,—Euro pro Nacht mit Frühstück für zwei Personen. Dennoch wurde hier an nichts gespart, das Zimmer war mit 38 m² recht geräumig, mit vielen Extras wie etwa einem Teller Obst zur Begrüßung, einer Flasche Wasser am Tag, kostenlosem WLAN, großer Flatscreen-Fernseher mit SKY, automatischen Vorhängen,  und eigener Terrasse. Auch kommt am späten Nachmittag noch ein spezieller Zimmerservice, der das Bett aufdeckt, die Schokoladentäfelchen auf das Kopfkissen legt und fragt ob alles in Ordnung ist. Bereits am frühen Morgen hing dann eine vorher ausgewählte Tageszeitung an der Zimmertür.

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Superior Bergblick Zimmer und großzügiges Badezimmer.

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Hier der offizielle Werbetext zum riesigen Bad: “Das Badezimmer ist ausgestattet mit eigens für das Hotel hergestelltem Marmor, mit separater Regendusche und einer großzügigen Badewanne unter einem Sternenhimmel aus Swarovski-Kristallen.” Dazu kann man sich aus verschiedenen Musik- und Radio-Kanälen berieseln lassen. Einmal drin will man so schnell nicht mehr raus und selbst zu zweit kommt man sich da nicht in die Quere, denn die Dusche und die Toilette sind noch einmal hinter extra Türen.

Da es erst später Nachmittag war und noch kein großes Hungergefühl zu spüren war, ging es ab in den hauseigenen Day Spa. Neben dem kleinen Outdoor-Pool, einem großen Indoor-Swimmingpool mit verschiedenen Massagedüsen, einem Kinderbecken, einem Whirlpool, sechs verschiedenen Saunen und Dampfbädern, gibt es dort auch eine Hausbar mit Snacks und Drinks nach Wunsch. Was nicht da ist wird aus der Bar oder Küche geholt. Wer Lust hat kann auch in den gut ausgestatteten Fitnessraum.

Da wir am Abend noch etwas von unserem Urlaubsort Rottach-Egern sehen wollten, beschlossen wir kurzerhand nicht im Haus zu Essen, obwohl es vom kulinarischen Standpunkt aus gesehen jede Menge Auswahl an erstklassigen Restaurants im Hotel gibt. Unter anderem kocht im Restaurant Überfahrt der äußerst kreative und ausgezeichnete 2 Sternekoch Christian Jürgens, der Gault MillauKoch des Jahres 2013”. Plätze sind bei Gourmets heiß begehrt und sollten schon lange im Vorfeld gebucht werden, denn auch von außer Haus kommen viele Feinschmecker.

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Kirche St. Laurentius in Rottach-Egern

Nach einem gemütlichen Abendspaziergang an der Uferpromenade des Tegernsee gab es Abendessen in der Escobar, einem lokalen Mexikaner. Da ich die Gegend recht gut kenne, weiß ich wo man gut und günstig Essen gehen kann. Nettes Ambiente, flotter Service und gute Portionen sorgen hier für Kurzweil.

16_Seehotel-Ueberfahrt-Bar-Snacks_Parmesan_Oliven_NüsseDer restliche Abend wurde dann nach dem Verdauungsspaziergang zurück ganz gemütlich bei wolkenlosem Himmel auf der Terrasse vor dem Hotel genossen. Dort verwöhnte uns das aufmerksame und trotz Stress stets freundliche Barpersonal mit erstklassigen Cocktails. Dazu bekamen wir auch eine tolle Auswahl an Snacks und auch hier bemerkte man wieder den kleinen, aber feinen Unterschied. Gereicht wurden neben gesalzenen Nüssen auch eingelegte Oliven und frische Parmesan-Stücken – sehr lecker!12_Bayerische-Tapas-Seehotel-Ueberfahrt

Sehr interessant ist auch das Angebot an bayerischen Tapas – eine tolle Idee!

Natürlich sind auch hier die Preise etwas gehoben, dafür bekommt man aber neben dem Top-Service auch qualitativ hochwertige Drinks, gemixt von professionellen Barkeepern aus Marken-Produkten. Und das schmeckt man, es ist eben so wie es sein soll…

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Die Auswahl an erstklassigen Bränden, Likören und Destillaten an der Lobby-Bar des Seehotel Überfahrt ist gigantisch. Da kann sich ein kleines Bärchen gut verstecken. Habt Ihr mich schon gefunden? Zwinkerndes Smiley

Nach einer traumhaft ruhigen Nacht im großen Kingsize-Bett ging es erst einmal zum Frühstück. Das reichhaltige, alpenländische Frühstücksbüffet im Hauptrestaurant Egerner Bucht ist jeden Tag der Woche von 7:00 – 11:00 Uhr für die Gäste geöffnet. Davon könnten sich einige Gastgeber weltweit ruhig ein Scheibchen abschneiden. Neben Kaffee, Tee, frisch gepressten Säften und Champagner gibt es eine begeisternde Auswahl an Leckereien, man kann es ruhigen Gewissens Brunch nennen. Hier nur ein kleiner Eindruck:

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Warmes Frühstücksbuffet mit Leberkäse, Rösti,
Kartoffelecken, verschiedenen Würstchen und Crepes.

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Auch frischer Fisch kommt auf den Tisch.

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Eine reiche Auswahl an frischem Obst und Gemüse rundet das Angebot perfekt ab.

Eierspeisen werden auf Wunsch des Gastes zubereitet und kosten, ebenso wie die Kaffeespezialitäten, keinen Aufpreis. Dazu kann sich auch jeder Gast die aktuelle Zeitung mit an den Tisch nehmen – oder wie oben bereits erwähnt schon früh morgens an die Zimmertür liefern lassen.

Was sehr auffiel war die Anzahl an betuchten Gästen aus aller Welt, denn immerhin kostet die teuerste Suite namens Royal Suite auch 3000,—Euro pro Nacht. Da war etwa die arabische Familie am Nebentisch, die mit dem gesamten Gefolge auf der Frühstücks-Terrasse saß. Das Oberhaupt der Familie war mit seinen beiden Handys auch ständig lautstark am Telefonieren, während sich seine westlich orientierte Frau sichtlich langweilte.
Ein rabiater Russe bestand bereits am Vorabend darauf, daß ein spezieller Tisch auf der Bar-Terrasse für ihn frei gemacht wird, obwohl einige andere Plätze frei waren waren. Es sei nicht sein Problem, daß dort andere Gäste sitzen. 
Aber auch verwöhnte deutsche Gäste ließen sich den Reichtum sichtlich anmerken.

Einerseits gilt hier meine ganze Anerkennung dem stets ruhigen und höflichen Personal, andererseits wird man als Gast auch gleich in Schubladen gesteckt, was wir bei allen drei Frühstücken zu spüren bekamen. So mußten wir als normal gekleidete Urlauber, ganz ohne Designer-Klamotten und teuren Schmuck, sehr lange auf den Service und dann auch auf den Kaffee und das frisch zubereitete Omelette warten, ja sogar mehrmals nachfragen – wenn man es denn mal schaffte die Aufmerksamkeit des Personals zu erhaschen. Denn diese hofierten lieber die geldigen Herrschaften, hielten diese mit Smalltalk bei Laune und hatten kaum einen Blick für den Rest der normalen Gäste übrig.

Gut gestärkt, mit viel Sonnencreme auf der Haut und Wasser im Gepäck ging es dann zum ersten Ausflugsziel, dem Wallberg. Etwa vierzig Minuten dauert die Strecke zu Fuß, dann ist man an der Talstation der Wallbergbahn. Ein Angebot stach da besonders heraus, und zwar das See-Gipfel-Kombi-Ticket. Dieses Ticket für Erwachsene beinhaltet eine Berg- und Talfahrt mit der Wallbergbahn und eine große Schiffsrundfahrt auf dem Tegernsee und ist erhältlich in den Sommermonaten, von 1. Mai bis 30. September, direkt an der Kasse der Wallbergbahn und auf den Schiffen der Schifffahrt Tegernsee. Damit war der Ausflug für den Folgetag bereits gesichert.
(Wer nur auf den Wallberg möchte sollte an der Kasse angeben in welchem Hotel er wohnt, denn damit gibt es einen kleinen Nachlass aufgrund der Kurkarte die man sowieso in jedem Hotel mitbezahlt.)

Wenn es ganz besonders romantisch werden soll, dann kann man sich vorab die spezielle Romantik-Gondel bestellen – diese wird dann auf Wunsch für jeden Anlass, wie etwa Heiratsantrag, geschmückt. Somit wird diese persönliche Gondelfahrt zu einem unvergessenen Erlebnis. Zwinkerndes Smiley Wir fuhren aber ganz normal nach oben…

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Oben auf 1620 Höhenmetern angekommen hat man ein herrliches Panorama über das Tegernseer Tal, bei gutem Wetter sieht man sogar bis nach München. Auf der anderen Seite blickt man in die bayerischen und österreichischen Alpen. Gut versorgt wird man als Wanderer dann im Panoramarestaurant, direkt an der Bergstation. Dort kann man übrigens auch Events veranstalten oder Hochzeiten feiern und sich direkt in der kleinen Kapelle nebenan vor einer Traumkulisse trauen lassen. Für die Party danach empfehle ich DEN Event- und Hochzeits-DJ am Tegernsee. Zwinkerndes Smiley

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Die Nebenkirche Wallberg – Heilig Kreuz – so der offizielle Name.

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Blick in die kleine Kirche auf dem Wallberg.

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Ausblick vom Wallberg in das Tegernsee Tal.

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Auf dem Weg nach unten entdeckte ich dann mit Erschrecken diese kuriose und gruselige Werbung von Eisbär Mützen für eine Kopfbedeckung der besonderen Art. So  warm die auch halten mag, schmuck ist sie keinesfalls. So etwas taugt höchstens zum Kinder erschrecken oder für den kleinen Banküberfall am Montag Nachmittag… Zwinkerndes Smiley

Zurück von der Alm war erst einmal eine Abkühlung fällig. Bei den Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke bot der hauseigene Badestrand am Tegernsee genau die richtige Atmosphäre dafür. Ein beherzter Sprung ins kalte Nass brachte die erhoffte Erfrischung. Beim anschließenden Sonnenbad konnte man gut geschützt vor den Blicken der Passanten die Aussicht auf den See genießen. Und da fuhr auch schon unser Dampfer für den Ausflug am nächsten Tag.

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10_Ketchup-Mayonese-im-Glas-Seehotel-UeberfahrtNach dieser kurzen Erholungspause ging es dann zum Abendessen direkt vor das Hotel, wo uns wieder das zuvorkommende Personal aus der Lobby-Bar bediente. Ein perfekter Club-Sandwich mit Pommes Frites war  jetzt genau das Richtige. Und wieder merkte man an den Kleinigkeiten wie etwa Tomaten-Ketchup und Mayonnaise der Marke Heinz in versiegelten Gläschen wo man war. So ist das hygienisch und einfach appetitlicher als jede angekleckerte Mayo- oder Ketchup-Flasche. Der Sandwich war ein Traum und so wurde der Abend auf dem Vorplatz des Hotels wieder etwas länger…

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15_Jack-Bearow-Schifffahrt-TegernseeFür den neuen Tag hatten wir bereits Anwendungen im über 2000 m² großen Wellness-Bereich bestellt und da nach dem Frühstück noch etwas Zeit bis zur Massage war, stachen wir direkt vom Bootssteg vor dem Hotel mit dem Ausflugsdampfer in See.

Die Seenschifffahrt auf dem Tegernsee blickt auf eine langjährige Tradition zurück und bietet sowohl kleine, als auch große Schiffe, mit kurzen oder längeren Routen. Da auf den kleinen Schiffen keine Gastronomie angeboten wird sollte man sich unbedingt etwas zu trinken einpacken, denn selbst die kurze Runde dauert eine gute Stunde. Unterwegs kann man natürlich auch eine Pause einlegen und etwa direkt am legendären Bräustüberl Tegernsee aussteigen und einkehren. Das Tegernseer Hell und auch das Tegernseer Pils aus dem Herzoglich Bayerischen Brauhaus Tegernsee suchen auf der ganzen Welt seinesgleichen und sind über die Grenzen Bayerns hinaus sehr beliebt.

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Herzoglich Bayerisches Brauhaus Tegernsee mit Bräustüberl und Biergarten.

Für den Rest des Tages stand Entspannung im 4 Elements Spa auf dem Plan. Eine Überfahrt Traummassage war gebucht und die 160,—Euro für 90 Minuten waren wirklich gut investiert. Auch wenn das neu installierte Soundsystem noch nicht funktionierte, war es mehr als entspannend sich mit warmem, wohlriechendem Öl richtig durchkneten zu lassen.

Der restliche Nachmittag wurde dann am Pool im Freien verbracht bevor es zum Abendessen in das italienische Restaurant Paparazzi ging, welches etwa 20 Minuten zu Fuß vom Seehotel entfernt liegt. Dort gibt es neben freundlichem Service original italienische Holzofenpizza, frischen Fisch und Meeresfrüchte, sowie viele weitere Köstlichkeiten der mediterranen Küche.

Natürlich endete der Abend wieder auf der Terrasse der Hausbar des Fünf Sterne Hotels, ein wirklich angenehmes Plätzchen, mit toller Aussicht auf den Tegernsee und die Egerner Bucht – ganz ohne störenden Straßenlärm. Dennoch stach dort noch ein ganz besonderes Angebot ins Auge – der hauseigene Autoverleih. Das  Leihwagen-Angebot gibt es auch in einem speziellen Arrangement, welches neben der Übernachtung ein luxuriöses Audi RS 5 oder R8 Spider Cabriolet für einen Tag beinhaltet. Das wäre auch mal eine flotte Idee…

Zum Abschluss wie immer noch ein paar visuelle Schmankerl… Smiley

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Champagner-Bar am Seehotel Überfahrt.

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Idylle mit kleinen Fischerbooten auf dem Tegernsee.

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Bergwiese und Alpen-Panorama auf dem Wallberg.

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Hier muß die Freiheit wohl grenzenlos sein… das will ich auch! Smiley

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Sonnenuntergang am Tegernsee.

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Seehotel Überfahrt in der Egerner Bucht am Tegernsee bei Sonnenuntergang.

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Vollmond über dem Tegernsee.

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Wen man sonst noch so am schönen Tegernsee trifft?
Na hier haben wir den sehr sympathischen Showstar, Eiskunstläufer und Fotograf Norbert Schramm! Allerdings in einem anderen Hotel, hoch über dem Tegernsee…

18_Jack-Bearow-Seehotel_Ueberfahrt-BarHey, vergesst den Bär nicht in der Bar! Smiley

Das war’s erst mal wieder, auch wenn noch viel Material zum bloggen da wäre, wie etwa ein paar Tage in Köln, der legendäre Ballermann auf Mallorca und natürlich noch viele Erlebnisse aus Irland, von Hawaii und von der Ostsee-Kreuzfahrt.

Sobald ich die Zeit finde kommt wieder mehr – versprochen!

Bis dahin wünsche ich Euch eine gute Zeit und jede Menge Fernweh… Zwinkerndes Smiley

Euer weltreisender Seeräubär Jack Bearow

Buchtipps:

Tegernsee – Schliersee: Wanderführer mit Tourenkarten und Höhenprofilen

Die schönsten Tagesausflüge Isarwinkel, Tegernseer und Schlierseer Berge: Wandern, Radfahren, Baden, Einkehr, Kultur

Bilder vom Tegernsee: Bildband über eine der schönsten Landschaften in Deutschland und ihr Brauchtum. Mit Informationen über Erholungs- und Freizeitangebote.

Bayerische Tapas: Weißblaue Appetithäppchen – pikant und süß

Bella Napoli – Neapel für Kreuzfahrer

Ciao liebe Leserin und lieber Leser!

Vorab eine Info aufgrund der Blogreaktionen: So wirklich zeitnah kann ich hier von meinen Reisen nicht  berichten und so ist auch dieser Besuch von Napoli in Bella Italia schon einige Wochen her. Mein Besitzer, der AIDA-DJ Dan, lässt mich nicht so oft an den Computer und so nutze ich nur hin und wieder mal die spärliche Zeit die mir bleibt. Auch die Reihenfolge der Besuche stimmt nicht überein, hier wird gebloggt wie ich dann auch grad Lust hab. ;-P

Heute geht es um den Stiefel und zwar um die Vorderseite des italienischen welchen, direkt an das typisch italienische Städtchen Neapel am Vulkan Vesuv.

Jack Pizza_in_NeapelLaut, hektisch und schmutzig waren die ersten Eindrücke als es vom Hafen Richtung Innenstadt gehen sollte, und so machte ich kurzerhand erst einmal Halt in der erstbesten Pizzeria. Bei einem Gläschen Lambrusco, der italienischen Coca Cola, und einer extrem leckeren Pizza frisch aus dem Holzofen kam ich richtig an. Kein Wunder, dass die Mafiatorte hier so gut schmeckt, angeblich wurde sie hier erfunden. Der Preis von 5,50 Euro entspricht etwa der Hälfte von der Pizza in Cannes – geschmacklich war es aber schon ein gewaltiger Unterschied. Fruchtige Tomaten, würzige Salami und ein paar Flecken Mozzarella sorgten für ein Geschmackserlebnis der ganz tollen Art.

Jack Pizzaofen-in-Neapel Warum das so gut schmeckte hat mir dann der nette Herr Pizzabäcker bärsönlich erklärt und mir außerdem auch gezeigt, wo all die Hitze herkommt. An diesem Holzofen musste ich wirklich gut auf mein olles Holzbein aufpassen – Funkenflug! *uiuiui*

Gut gestärkt ging es dann eine Runde zu Fuß durch das Hafenviertel mit all den Shops, Restaurants, Strassenverkäufern, Baustellen, Autos und Mopeds.

Hinterhof-NeapelAn dieser Stelle ein guter Rat: Nutzt in Italien bitte alle die Ampel und schaut auch bei Grün für Fußgänger nochmal genau nach ob da nicht doch ein frecher Italiener trotz Rotphase Gas gibt…

Leider hat sich die altehrwürdige Stadt nicht von seiner schönsten Seite gezeigt, solche Fleckchen wie dieser hier waren neben großen Baustellen an jeder Ecke zu sehen. 😦 Sollte ich wieder einmal hier her kommen buche ich sicher eine geführte Reise, denn vom Hafen aus sah das Städtchen wirklich interessant aus.

Und so beschränkten sich der DJ Dan und meine Wenigkeit darauf ein paar schöne Bilder während des Auslaufens in der beginnenden Dämmerung zu knippsen…

Hafen von Neapel Blick vom Hafen in Neapel auf die AIDAvita und die Altstadt.Burg-Neapel

Hafen-Neapel-Vesuv

Blick vom Bug der AIDAvita auf die Hafeneinfahrt von Neapel samt Vesuv unter Wolken.

Mond Moewen

Zwei Möwen beim Spiel mit dem Wind, im Hintergrund der aufgehende Mond.

Neapel-Daemmerung-1
Neapel bei Sonnenuntergang…

Neapel-Daemmerung-2
…und in der Dämmerung.

Neapel-Daemmerung-3

Legend-of-the-Seas-Neapel

Das Kreuzfahrtschiff LEGEND OF THE SEAS von ROYAL CARRIBEAN
beim Auslaufen aus dem Hafen von Neapel in der Dämmerung.

Neapel-Leuchtturm

Der Leuchtturm am Hafen von Neapel im Dunkeln.

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Abschied von Bella Napoli… vielleicht bis bald!

Bärige Bilder aus Bayern

Hallo meine lieben Reise(bären)blogleser! 🙂

Daß es auch in meiner unfreiwilligen Wahlheimat Bayern sehr schon sein kann, hat mir mein Herr und Meister DJ Dan am vergangenen Wochenende recht eindrucksvoll bewiesen.

Mit den folgenden Bildern kam er von einer Hochzeitsfeier auf dem schönen Brauneck bei Lenggries zurück. Sie entstanden am Abend auf dem Berg und früh morgens auf der Heimfahrt über Bad Tölz, Greiling, Waakirchen und das Mangfalltal in Oberbayern. Sonnenuntergang und Sonnenaufgang sind wirklich bärig geworden… 🙂

7 Tage AIDAaura in der Karibik

Ahoi meine lieben Möchtegern-Kreuzfahrer!

Nachdem die meisten Leser des Blogs sehr an Reisen an Bord der AIDA Clubschiffe interessiert sind, erlaube ich heute meinem Herren und Besitzer als Gastschreiber hier über seine erste Reise an Bord der AIDAaura (dem Schwesterschiff der AIDAvita) zu berichten. Diese Kreuzfahrt fand bereits 2007 statt und war einer der Gründe, warum sich DJ Dan als DJ an Bord der AIDA beworben hat. Damals gab es mich noch gar nicht, ebenso gab es noch keine Digitale Spiegelreflexkamera, weshalb die Bilder nicht ganz so exzellent sind – aber sei’s drum…

Here we go – enjoy the show!

AIDA-Reise-Gewinn-GutscheinEin Glücksfall erster Kajüte sorgte am Samstag vor Weihnachten 2006 dafür, daß ich nach meinem siebten Anruf, kurz vor Ende der Reisesendung WOLKENLOS endlich durch kam, meinen Namen auf Band sprechen durfte und tatsächlich einige Minuten später als überglücklicher Gewinner einer AIDA-Kreuzfahrt für zwei Personen gezogen wurde – inkl. 500,– Euro Taschengeld von VOX / RTL und Unterbringung in einer Aussenkabine! Was für ein Hammer… ES FUNKTIONIERT! ;-P (Ich glaub wir haben damals den ganzen Wohnblock mit unserem Jubelschrei aufgeschreckt!)

Nach bangem Warten über die Feiertage kam dann Anfang Januar 2007 endlich der erlösende Anruf vom Redakteur der Sendung und wir hatten die Sicherheit, daß es Ende März nach Jamaika ging um an Bord des Clubschiffes AIDAaura eine ganze Woche lang durch die Karibik zu schippern. Kurz darauf war auch das Taschengeld auf dem Konto und der Gutschein flatterte in’s Haus.  Nach einer freundlichen Beratung von AIDA-Cruises am Telefon reservierten wir eine Aussenkabine in der Schiffsmitte, wo der Aufenthalt auch bei extremem Wellengang wenig Seekrankheit verursachen soll…

AIDAaura
Die Karibik Route aura 2 ging damals noch von Montego Bay auf Jamaika über Cozumel auf der Halbinsel Cancun in Mexico, Belize City, Honduras und Grand Cayman zurück nach Jamaika. (Honduras ist inzwischen leider nicht mehr im Programm, daher tu ich mir auch schwer einen passenden Routenplan als Bild zu finden.)

Flughafen München SchneeregenZum Abschied aus Deutschland regnete und schneite es tatsächlich noch einmal, aber das war uns dann auch schon herzlich egal, denn einen knappen Tag später sollten wir dann schon „The sun of Jamaica“ auf unserer Haut spüren. Nach Ihrer letzten Zigarette vor dem Check-in konnte ich auch meine Begleitung endlich zum Boarding überreden…
Anstrengend ist es immer, wenn man mehr als fünf Stunden im Flugzeug sitzt. Auf dieser Reise wurden es geschlagene zehneinhalb Stunden. Mit viel Lesen, iPod hören, Bordfilmchen gucken und dem vergeblichen Versuch ein wenig Schlaf zu finden verging die Zeit dann einigermaßen erträglich.

Endlich am Ziel in Montego Bay angekommen waren wir dann erst einmal ziemlich erschlagen…

AIDAaura Jamaika Montego Bay HafenNach der kurzen Busfahrt zum Hafen und einem kühlen Begrüßungsdrink standen wir dann rechtzeitig zum Sonnenuntergang vor unserer Heimat für die kommende Woche – die AIDAaura, in all ihrer Pracht. 13 Stockwerke hoch stand der Riesenpott vor uns und wir stellten uns ernsthaft die Frage, wie dieses Ungetüm aus Metall schwimmen kann…

Die Koffer wurden vom fleißigen Personal an Bord gebracht und vor unsere Kabine gestellt, während wir uns die Zeit nahmen das Schiff ein wenig zu erkunden.

Nachdem wir aber von der langen Reise, dem Klimawechsel und der Zeitverschiebung ziemlich am Ende unserer Kräfte waren, gab es nach dem Essen nur noch einen kleinen Cocktail und dann ging es trotz laufender Poolparty ab in die Federn…

Daniel AIDA RelaxenDer erste Tag an Bord war ein Seetag, denn die Reise Richtung Mexico dauerte etwas und so war nach der vorgeschriebenen obligatorischen Seenotrettungsübung / dem Drill gegen 11:00 Uhr morgens genug Zeit sich in die Sonne zu legen, ein paar Spielchen mit der netten Animation an Bord mit zu machen und frisch gegrillte Leckereien unter strahlender Sonne auf dem Pooldeck zu genießen. Beim Erraten bekannter Filmmelodien am Nachmittag staubte ich dann zusammen mit einem anderen Passagier den ersten Platz ab und ergatterte mir eine AIDA-Kappe. Naja, so als hauptberuflicher DJ in München und Oberbayern hat man halt doch einiges an musikalischer Erfahrung vorzuweisen… *grins*

AIDAaura Richtung Mexico SonnenuntergangDa es Richtung Westen ging fuhren wir mit 27° Grad warmem Wasser unter dem Kiel dem Sonnenuntergang entgegen und konnten es kaum erwarten endlich fremde Gefilde zu erkunden, denn von Montego Bay hatten wir leider kaum etwas gesehen…

Am Abend stellten wir Kleingläubigen dann mit Erschrecken fest, daß EC-Karte nicht gleich Kreditkarte ist. Obwohl wir uns an Bord eines deutschen Kreuzfahrtschiffes glaubten, wurden an Bord keine anderen Zahlungsmittel als Bargeld und Kreditkarte akzeptiert. So mußten wir schleunigst einige teure Ausflüge welche wir bereits vorab reserviert hatten streichen, da wir keine Ahnung hatten wo wir in der Karibik mit unseren EC-Karten Bargeld für die knappe Reisekasse abheben konnten um am Ende der Reise die auf der Bordkarte angefallenen Kosten zu bezahlen. Die nette Dame an der Rezeption meinte, daß Grand Cayman eine bekanntes Steuerparadies und auch eine Bankeninsel sei und dort am ehesten die Chance zur Bargeldabhebung mit der EC-Karte bestünde, dazu aber später mehr…

Soviel schon mal vorab:
Verlaßt Euch außerhalb Europas bloß nicht auf die EC-Karte!
😉

Sonnenaufgang Cozumel Cancun MexicoDank anhaltendem Jetlag konnten wir es am Folgetag kaum erwarten in Cozumel anzulegen, denn frische Luft, Licht und Bewegung sorgen dafür, daß es einem schnel wieder besser geht.  Unseren Ausflug zu den Delphinen hatten wir am Vortag aus Kostengründen gecancelt und so machten wir uns zu Fuß auf den Weg Richtung City.

Daniel AIDAaura Cozumel Cancun Mexico HafenUnser Anlegeplatz war noch von einem der heftigen Herbststürme angegriffen und der Hauptanlegeplatz für die wirklich großen Schiffe lag ein Stück weiter Richtung Stadt. Dort lag die riesige Carnival Glory vor Anker – genau DAS Teil und die Einkaufsstrasse dort wollten wir uns genauer anschauen…

Der Weg zog sich ganz schon und bei der Hitze war es schon eine ziemiche Anstrengung bis wir endlich am Ziel waren. Dort gab es nicht nur diesen Riesenkreuzer mit Platz für 3500 Passagiere sondern auch gleich die passende Shoppingmall dazu, nur für die hauptsächlich amerikanische Kundschaft eingerichtet, mit jeder Menge billigem Gold, Alkohol, T-Shirts und sogar einem klitzekleinen Hard Rock Cafe.

Carnival Glory Cancun Cozumel Mexico BegrüssungVor der Carnival Glory wurden die Gäste von „Maya-Kriegern“ in deren historischen Federkostümen begrüßt. Soviel Luxus hatten wir von der AIDA nicht… 😉

Ein Stückchen weiter die Straße hinunter fing dann die richtige Stadt an, in der sogar noch Eselskarren fuhren. Der Anblick der schmutzigen Straßen ließ uns schnell wieder umkehren. Wir besorgten uns „Mexican Viagra“ in Form eines leckeren Tequilla-Honig-Likörs und eine kleine Flasche Meskal samt Raupe, die immer noch verschlossen daheim im Schrank steht, weil sich bisher keiner traute das Zeug zu trinken… ;o)

Für den langen Weg zurück nahmen wir ein Taxi, welches uns mit knapp drei US-Dollar Fahrpreis recht günstig erschien, jedoch konnte der Fahrer natürlich nicht auf unseren Fünfer rausgeben und sackte somit wesentlich mehr Trinkgeld ein als er bekommen hätte…

Haltet also immer schön passendes Kleingeld parat auf Reisen,
man zieht Euch auf Reisen (leider) wo man kann über den Tisch!

Frühstück auf der AIDAAn Bord der AIDA hatten wir natürlich Vollpension und so waren lediglich Extras wie der Wellnessbereich, Getränke an der Bar oder Fotografien vom Bordfotografen zu bezahlen. Sämtliche Buffets und die Getränke zum Essen waren natürlich kostenlos und mehr als reichlich. Die Qualität des Essens an Bord entsprach dem gehobenen deutschen Standard. Schön und lecker war das Nutella zum Frühstück, wie man hier unschwer erkennen kann. Das Bild entstand kurz vor Belize, dem grünen Juwel im Herzen Mittelamerikas.  Mit einem Tenderboot ging es schön wackelig an Land…

Belize Dschungel

Im ehemaligen britisch Honduras spricht man Englisch und die einzig gut geteerte Straße ist der Highway von Nord nach Süd. Entsprechend holprig ging es weiter, raus aus Belize City Richtung Dschungel, denn wir hatten eine geführte Wanderung im Regenwald gebucht. Seinem Namen alle Ehre machend wurden wir im Bacab Eco Park Belize auch gleich mit einem Wolkenbruch vor Ort begrüßt und so verschob sich das geplante Programm leider etwas. Die Führung durch die grüne Hölle war schön, aber schweißtreibend. 😉

Viele Tiere gab es leider nicht zu sehen, dafür jede Menge Pflanzen und ein lecker Essen nach der Dschungelwanderung…

Zurück am Hafen gab es eine weitere Chance zum Shopping und so kaufte ich ein Fläschchen von dem Zeug, welches ich Mittags zum Essen im Dschungelcamp hatte:

Mary Sharp’s Belizean Heat
Ein wahres Teufelszeug, diese lecker-scharfe Habanero-Soße! >;-)

Nach dem Abendessen und einem kurzen Besuch in der Anytime Bar zum Feierabendbierchen mit angenehmer Hintergrundbeschallung, holte uns sehr schnell wieder die Müdigkeit ein. Der Tag war lange gewesen, wir waren aktiv und das Klima einfach nicht gewohnt. So ging es gemächlich auf die Kabine, wo wir nach ein wenig Bordfernsehen schnell einschliefen. Generell kann man sehr gut an Bord dieses Schiffes schlafen. Man hört in der eigenen Unterkunft so gut wie nichts von den anderen Mitreisenden und auch den Wellengang spürt man dank ausgefahrener Stabilisatoren auf diesen moderen Kreuzfahrtschiffen nicht. Selbst unerfahrene Reisende sollten hier kein Problem haben sich wohl zu fühlen…

Neuer Tag – neues Land – so läuft das mit den Erlebnisreisen an Bord eines Schiffes der AIDA-Flotte und dieses Konzept geht wunderbar auf. Man schläft in einem fahrenden Hotel und erwacht gut erholt an einem neuen, interessanten Ziel…

Honduras San Pedro Sula Schulbus
Nächste Station war Honduras, wo meine Begleitung einen Wellnesstag einlegte und ich unbedingt sehen wollte wo und wie Kaffee gemacht wird. Mit einem lokalen Schulbus ging es auf dieser etwas anderen Kaffeefahrt, vorbei an zahlreichen Ortschaften mit teils sehr heruntergekommenen Häuschen, vom Meer ins Landesinnere nach San Pedro Sula. Eine andere Option wäre übrigens ein sicher auch sehr interessanter Besuch auf einer Bananen-Plantage gewesen…

Wie alle Länder Mittelamerikas ist auch Honduras ein sehr armes Land, was man an jeder Ecke sehen kann. Private Firmen und öffentliche Plätze werden von schwer bewaffneten Wachposten geschützt. Diese politisch unsichere Lage dort war wohl ein Grund diese schöne Destination von der Route der AIDA-Schiffe zu verbannen – schade drum!

Shopping Einkaufen Honduras San Pedro SulaZuerst durften wir ein wenig shoppen, wobei man sich das nicht so vorstellen darf wie in einem Einkaufszentrum in Deutschland oder auf einem Marktplatz in der Türkei. Hier gab es eine riesige, überdachte Halle mit Flohmarkt-Flair, wo man wirklich alles bekam, was man als Tourist oder zum Überleben braucht. Klamotten, Essen, Getränke, Möbel, Zigarren, Seife, Parfüm, und, und, und…

Dazu lief im Hintergrund Live-Musik von einer kleinen Familie, welche auf einem Xylophon folkloristische Melodien spielte. Klingt jetzt ein wenig idyllisch und machte auf mich auch diesen Eindruck – aber nichts schien gestellt…

Daniel Kaffeefabrik Honduras San Pedro SulaDanach ging es direkt weiter zur Kaffee-Fabrik (Sogimex, Coffee of Honduras) und das war dann wirklich ein Erlebnis. Nach einem Empfang mit frischem Kaffee (samt amerikanischem Kaffeeweisser) und kühlem Wasser ging es direkt in die kleine Fabrik – samt Schutzhelm und Atemmaske, denn was da drin so an Fremdstoffen durch die Luft fliegt ist für europäische Nasen und Münder nix. Die Arbeiter hingegen schufteten dort ohne jeglichen Schutz.

Im Prinzip wurde dort der angelieferte Rohkaffee von seinen Fremdstoffen wie der Schale und den Ästen gereinigt und in drei Qualitäts-Kategorien aufgeteilt. Die schlechteste, bei welcher man selten erkennen konnte, daß es wirklich eine Bohne war, wurde für die landeseigene Produktion verwendet. Die mittlere Qualiät bestand aus handelsüblichen Bohnen, wie man sie auch hier im Supermarkt kaufen kann. Die beste Qualität, wo wirklich jede Bohne aussieht wie die andere, wurde als BIO-Kaffee verkauft.

San Pedro Sula Honduras KaffeefabrikDie Kaffeeröstung selbst wurde dann erst beim Abnehmer der Bohnen gemacht, denn dabei entfaltet sich das Aroma und wenn die Bohnen erst noch Wochen auf einem Containerschiff unterwegs sind bringt das nix.

Abgepackt wurde das Endergebnis in handelsübliche Säcke mit 69,5 Kilo, wie man auf dem Bild nebenan schön sehen kann. Diese Säcke wurden dann im Akkord von den Arbeitern in der Lagerhalle nebenan gestapelt.

Zum Abschluß zeigte uns der wirklich nette Vorarbeiter noch wie die Bohnen von Hand über der Flamme geröstet wurden und das extrem gut duftende Endergebnis durften wir dann abgepackt in 250 Gramm Säckchen kaufen und mit nach Hause nehmen. Dem Geschmack dieses tollen Kaffees trauere ich heut noch nach, denn was unser Kaffeevollautomat aus diesen frischen Bohnen zuhause zauberte war wirklich vom Feinsten – und geschmachlich wesentlich besser als der angeblich so tolle BLUE MOUNTAIN Kaffee von Jamaika!

Sundonwer AIDAaura
Schon gegen Mittag war ich wieder an Bord zurück und konnte den Nachmittag noch etwas in der Sonne relaxen und vor dem Abendessen noch einen lecker Sundowner in Form eines frischen Mojito am Heck der AIDAaura genießen.  Richtung Grand Cayman lag nun ein weiterer Seetag vor uns, welchen wir mit Sonnenbaden und Ausruhen auf der Kabine verbrachten. Auch wenn bisher jeden Abend eine tolle Show lief schafften wir es erst an diesem Tag das Theater zu besuchen und waren schwer beeindruckt von allem was das Entertainment-Team so auf die Beine stellte. SeeLive-Tivoli hat sich da echt viel Mühe gegeben, sowohl bei der Auswahl der Shows, als auch bei der Wahl und der Ausbildung der Künstler.

Stingray City Grand Cayman IslandDer letzte wirkliche Landgang bildete dann auch das absolute Highlight der Reise – das Steuerparadies Cayman Island! Das Beste zum Schluß…
Im azurblauen Wasser der karibischen See ging es begleitet von Reggae-Klängen hinaus nach Stingray City, einer Sandbank im Nordwesten der Insel, wo Stachelrochen in den 60er-Jahren durch Fischabfälle angefüttert wurden. Mit diesen zahmen, samtweichen Tieren kann man dann schwimmen und schnorcheln, ja man darf sie sogar knutschen – es soll sieben Jahre Glück bringen! Zwar sind viele Touristenboote vor Ort, aber das stört nicht wirklich dieses einmalige Erlebnis.

Daniel Hard Rock Cafe Grand Cayman Islands

Am Nachmittag fanden wir dann nach einem gemütlichen Spaziergang über den Marktplatz der Hauptstadt endlich die lange gesuchte Bank, die auch unsere EC-Karten mit Maestro-Logo annahm. Das königlich kanadische Bankhaus akzeptierte uns auf Anhieb und so konnten wir uns zum Abschluß der Reise noch den Besuch im Hard Rock Cafe Cayman Islands leisten.

Die Abbuchungsgebühren von dieser kanadischen Bank in der Karibik waren übrigens im Nachhinein günstiger, als wenn wir in Deutschland vom Automaten einer fremden Bank abgebucht hätten… *kopfschüttel*

AIDA letzter Sonnenuntergang Karibik
Nach der Rückkehr an Bord genossen wir den letzten traumhaften Sonnenuntergang dieser einmaligen Reise und machten uns nach dem Abendessen daran unsere Koffer wieder zu packen. Am nächsten Tag sollte das Schiff wieder in Montego Bay einlaufen und die Kreuzfahrt ein glückliches Ende finden.

Doch eine böse Überaschung wartete noch auf mich, als ich beim Warten auf unsere Abholung einen älteren Herren beim Klo-Flitzen beobachtete. Mehrere Gäste, u.a. auch meine Wenigkeit, hatten sich irgendwo noch einen Durchfall eingefangen. Supertolle Sache – mit Diarrhoe über neun Stunden im Flieger sitzen, das wollte ich nicht… 😦

Und so konsultierte ich von unserem letzten Bargeld noch die Bordärztin, welche mir nach einer kurzen Untersuchung IMODIUM AKUT für den Heimflug verpaßte, was mich über 50,– Euro kostete. Zwar wurde das Geld anstandslos von der ADAC-Reiseversicherung bezahlt, aber der Rückflug war alles andere entspannend… 😉 Sorgt also immer für eine gut ausgestattete Reiseapotheke – es lohnt sich auf jeden Fall!

Ein kleiner Tipp noch für die Insel Jamaica selbst:
RESPECT ist dort das einzige was wirklich zählt und gemeint ist damit Trinkgeld in respektabler Höhe. Inzwischen nimmt man dank des Wechselkurses lieber Euro als Dollar. Laßt Euch bitte nicht abzocken und tragt oder rollt Euren Koffer selbst die paar Meter zur Abfertigung, denn die schwarzen Jungs die da stehen sind nicht von der Reisegesellschaft… wir dachten es und wurden zur Kasse gebeten! :-/

AIDA DJ Dan
Dennoch schwor ich mir damals wieder einmal eine Kreuzfahrt zu machen, wollte aber dieses Mal Teil der Crew sein und so war ich im November 2008 auf dem AIDA Assesment Center für den Posten als Discjockey an Bord der Clubschiffe der AIDA-Flotte in Hamburg. Zwei Tage wurde ich vorallem auf Teamfähigkeit und natürlich auf mein unterhaltendes Talent getestet, für gut befunden und beginne meine erste Tour von neun Wochen an Bord der AIDAvita auf eigenen Wunsch am 28. August 2009 im westlichen Mittelmeer. Davon wird dann in diesem Blog der kleine Seeräubär Jack Bearow berichten.

Sollte die erste Tour gut laufen steht das zweite Engagement für acht weitere Wochen ab dem 14. Dezember 2009 in der Karibik auf dem Plan. Weihnachten und Silvester unter karibischer Sonne… was kann es auf Erden schöneres geben frage ich Euch? 🙂

Sundowner auf den Malediven

Assalam Aleikum! Jack Bearow beim Sundowner

So begrüßen sich die Malediver traditionsgemäß und geantwortet wird mit Waleikum Salam. Aber keine Panik, auf den Touristen-Inseln begrüßt man sich einfach auf Englisch… 😉

Was tut man allabendlich eigentlich so ganz ohne Glotze, Party und sonstige Ablenkung im Urlaub? Na ganz klar:

Die Schönheit der Natur geniessen
und sich einen hinter die Binde giessen!
;o)

Sundowner nennt sich das in neumodern und wenn man da so nach 17:30 Uhr auf einer Terrasse am indischen Ozean sitzt versteht man erst warum das so heißt. Auf dem Bild oben gönne ich mir einen lecker Rum zum eiskalten Bierchen…

Viele nette Leute aus aller Welt kann man dabei kennenlernen. Ausser den deutschen Gästen waren im Club Faru hauptsächlich Engländer, Schweizer, Franzosen und ein paar Russen.

Way of the Sultan 6

Alkohol ansich ist im muslimischen Sultanat der Malediven verboten, ebenso wie Schweinefleisch. Doch auf den Touristeninseln macht man da Ausnahmen. Oben seht Ihr übrigens eines der tollen Boote des Sultans – THE SULTANS WAY- 006 ist der schöne Name des Speedboats, welches einen Abend lang in der Bucht unserer Insel vor Anker lag. Damit die Einheimischen nicht in einen Glaubenskonflikt geraten arbeiten am Alkoholausschank hauptsächlich Barkeeper aus Indien und Sri Lanka. Einheimische Frauen sucht man auf den kleinen Toursiteninseln vergeblich. Vom Roomboy über den Verkäufer im Souveniershop bis hin zum Kellner im Restaurant sind die kleinen, hageren und dunkelhäutigen Männer mit den schwarzen Haaren und den dunklen Augen aktiv. Die älteren Malediver tun sich in Sachen Freundlichkeit, Lachen und Augenkontakt sichtlich schwer, besonders Frauen gegenüber ist man höflich zurückhaltend. Die jüngeren Malediver hingegen sind schon etwas lockerer im Umgang mit den Touristen. Auf den etwas exklusiveren Inseln der Malediven ist das Personal wesentlich besser ausgebildet in Sachen Service.

Aber ich als oller Seebär hatte sofort Draht zu den Jungs,
selbst bei miesem Regenwetter beim Tagesausflug:

Jack Bearow und die Barbecue-Crew

Im Club Faru gilt All-Inclusive und so gab es in Sachen alkoholische Getränke Bier (LION Lager aus Sri Lanka), Wein (weiß, rot und rosé aus dem 5 Liter Tetra-Pack), sowie Gin, Whiskey, braunen und weissen Rum vom Billighersteller. Zusätzlich wurde kostenlos SMIRNOFF Wodka ausgeschenkt. Alle anderen Schnäpse und Cocktails sind kostenpflichtig, werden dafür aber auch mit frischen Früchten, frisch gepresseten Fruchtsäften und Marken-Bränden gemixt. An alkoholfreien Getränken waren neben verchiedenen Fruchtsäften und dem Mineralwasser auch Coca Cola, Coke light, Sprite, Fanta, Tonic Water, Soda Water und Bitter Lemon – allesamt von der Coca Cola GmbH – verfügbar.

Wenn man dann bei netter Gesellschaft den Tag ausklingen läßt und die digitale Spiegelreflexkamera dabei hat entstehen dann solche fantastischen Bilder…

Leider lassen sich die letzten fünf Bilder nicht so einfach aus der Galerie für diesen Beitrag löschen… Hab’s zigmal versucht, aber egal!

Mehr Berichte und Bilder demnächst…