Kreuzfahrt – 9 Tipps für Anfänger

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Schiff Ahoi, Ihr Landratten und Fernwehgeplagten!

Nachdem ich als alter Seeräubär doch schon einige Zeit auf hoher See verbracht habe, hier mal einige Tipps und Tricks, wie man (und Kind und Frau) als Kreuzfahrtneuling die tolle Reise auch wirklich ungetrübt genießen kann.

Weitere Anregungen sind natürlich erbeten! Smiley

Hier schon mal meine neun Tipps für die entspannte “Jungfernfahrt”.

Meine erste Kreuzfahrt war übrigens an Bord dieser wunderschön lächelnden Dame:

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AIDAaura im Hafen von Cancun / Mexico

1. Der Kapitän wird pünktlich ablegen!

Ob der Flug aufgrund des schlechten Wetters gestrichen war oder es Stau auf dem Weg zum Hafen gab interessiert die Kreuzfahrgesellschaften reichlich wenig. Man hat einen Fahrplan einzuhalten und wird keine unnötigen Liegegebühren an die Hafenmeisterei zahlen.

Das Schiff wird ohne Sie ablegen, denn verantwortlich für das Erscheinen an Bord sind alleine Sie!

Falls möglich: Eine Nacht vorher anreisen!

Sollten Sie nicht komplett in einer Clubschiff-Pauschalreise verplant sein, dann tun Sie sich selbst den Gefallen und reisen Sie einen oder noch besser mehrere Tage vor Kreuzfahrtbeginn an. Dies hat außer einem extrem entspannten Urlaubsstart den Vorteil, daß Sie sich schon vorab aklimatisieren können und den Jetlag locker abschütteln. Somit geht Ihnen dann an Bord kein Tag verloren, auch wenn es nur der erste Seetag sein sollte.

Kleiner Tipp bei Fernzielen:

Viele Kreuzfahrt- und Clubschiffreiseanbieter bieten sogenannte Anschlussurlaube an, welche man natürlich auch vorab als Badeurlaub buchen kann.

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Queen Victoria vor Firostefani / Santorin / Kykladen / Griechenland

2. Bargeld Ade – Ahoi Bordkarte!

Ganz egal ob Traumschiff MS Deutschland, Clubschiff AIDA oder Hanse Explorer – sobald Sie an Bord eines Kreuzfahrtschiffes gehen erhalten Sie die Bordkarte, welche als Zahlungsmittel, Zimmerschlüssel und Bordpass in einem dient. Verlieren Sie diese Karte also bitte nicht!

Bargeld ist an Bord von Kreuzfahrtschiffen verpönt. Und wenn Sie unbedingt Tringkeld geben wollen, obwohl dies bei den meisten Buchungen schon inklusive ist, dann sollten Sie dies handschriftlich auf der jeweiligen Abrechnung eintragen. Falls Sie länger als eine Woche unterwegs sind empfiehlt es sich nach der ersten Woche einen Zwischenstand an der Rezeption ausdrucken zu lassen, damit Sie den Überblick nicht verlieren. Denn die dicke Rechnung kommt zu Schluss…

Für alle zusätzlichen Einkäufe in den Bordshops oder für die Buchung von Landausflügen empfiehlt sich eine Kreditkarte – keine EC-Karte! Letztere wird nicht einmal an Bord von Kreuzfahrtschiffen mit deutscher Reederei akzeptiert.

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Oasis of the Seas vor St. Martin / Karibik

3. Erster Bordtag – Was tun bis die Koffer kommen?

Es wird einige Zeit dauern bis Ihre Koffer vor, bzw. in der Kabine zur Verfügung stehen. Bevor Sie lange dort auf die Lieferung der Gepäckstücke warten, würden Sie doch sicher gerne schon einmal das Schiff erkunden oder an Deck in der Sonne brutzeln, nicht wahr?

Packen Sie also vorab Bikini oder Badehose, Sonnencreme, Lesestoff und was Sie sonst noch so brauchen in Ihr Handgepäck um bereits die ersten Stunden an Bord zu nutzen. Ein großes Handtuch oder zumindest die Karte für ein solches haben Sie bereits auf der Kabine.

Machen Sie es nicht wie der Rest und stehen Sie nicht ratlos in der Gegend rum.
Sie wissen jetzt wie es geht!
Smiley

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Carnival Dream im Hafen von Monaco

4. Vergessen Sie bloß den Reisepass nicht!

Auch wenn die Kreuzfahrt nur innerhalb der EU stattfinden sollte, wollen die Kreuzfahrtgesellschaften den Reisepass des Passagiers haben. Dieser gilt dann als Nachweis, daß Sie tatsächlich die Person sind für die Sie sich ausgeben und sollte nach Ende der Reise mindestens noch sechs Monate gültig sein.

Aufbewahrt wird der Reisepass während der gesamten Kreuzfahrt beim Schiffspurser im Schiffstresor.

Es gibt außerdem selten eine Kreuzfahrt, welche nicht mindestens einen Hafen außerhalb der Europäischen Union anläuft, auch wenn es nur ein Tag in der Türkei, Ägypten, Marokko oder Tunesien sein sollte.

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MSC Poesia vor Curaco / ABC-Inseln/ Karibik

5. Garantiert den schönsten Ausflug erwischen.

Gönnen Sie sich zwei oder drei der angebotenen Landausflüge um etwas von Land und Leuten zu sehen. Es sei denn Sie bevorzugen es mit zwei bis dreitausend anderen Passagieren wie ein Heuschreckenschwarm über das ehemalige Fischerdorf herzufallen.

Wenn Sie auf Nummer Sicher gehen wollen den schönsten Ausflug vor Ort auf jeden Fall zu ergattern, dann reservieren Sie frühzeitig per Internet all die Landgänge, welche Sie interessieren. Schnell sind diese vergeben und an Bord bekommt man dann lediglich noch die Restposten.

Danach können Sie sich getrost Zeit lassen und im Web den Veranstalter ausfindig machen um selbst dort günstig zu buchen. Die Buchung an Bord kann man auch kurzfristig wieder stornieren. Andere Passagiere sind froh dann noch unverhofft einen freien Platz zu bekommen.

Buchen Sie den Ausflug selbst!

Viel Geld lässt sich sparen, wenn man heraus findet welcher Veranstalter die Landausflüge arrangiert. Meist sitzt dieser in einem Büro direkt am Hafen und dank Internet haben Sie die Chance einen Ausflug an der Küste, im Urwald, zum Schnorcheln oder zu Sehenswürdigkeiten selbst viel billiger direkt zu buchen.

Allerdings droht bei diesen nicht offiziell vom Kreuzfahrtveranstalter organisierten Ausflügen die Gefahr, das Schiff nicht mehr rechtzeitig vor dem Ablegen zu erwischen.

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Costa Neoromantica vor Oia / Santorini / Griechenland

6. Achtung: Kein offenes Feuer an Bord!

Es klingt im ersten Moment logisch, daß außer Feuerzeugen und Zigaretten, Zigarren oder Pfeiffen kein offenes Feuer an Bord eines Schiffes gestattet ist. So ein Brand an Bord kann schnell außer Kontrolle geraten.

Zu den unerwünschten Hitzeerzeugern an Bord eines Schiffes zählen aber auch Bügeleisen, Fön, Haarglätteisen, Waffeleisen, Wasserkocher und alles andere was große Hitze erzeugen kann. Dies sind gesetzlich vorgeschriebene Brandschutzbestimmungen.
.o0(Man glaubt es kaum, welche Utensilien so mancher Reisende an Bord mitbringt.)

All das wird Ihnen vor Betreten des Schiffes rigoros abgenommen und erst am Ende der Schiffsreise wieder zurück gegeben. Packen Sie es also erst gar nicht ein und sparen Sie sich das unnütze Gewicht im Reisegepäck.

Einen Haartrockner finden Sie in jedem Bad an Bord, der günstige Bügelservice der Bordwäscherei erledigt das mit der glatten Wäsche über Nacht und für den Extremfall gibt es meist sogar Friseure an Bord.

Legend-Of-The-Seas-Neapel

Legend of the Seas vor Neapel

7. Seekrankheit – wenn sich der Magen umdreht…

Zwar ist der normale Wellengang auf den großen Kreuzfahrtschiffen dank (in der Regel) ausgewählter Schönwetterrouten und wirksamer Stabilisatoren im Rumpf kaum spürbar, aber dennoch ist es möglich, daß Ihnen aufgrund der ungewohnten Bewegungen unter Ihren Füßen übel wird. Reisekrankheit nennt sich das offiziell. Schuld daran ist Ihr Gleichgewichtssystem, welches mit der neuen Situation nicht gleich klar kommt.

Reisekaugummis oder Pflaster mit Scopolamin gegen Reisekranheit sind hier recht hilfreich, machen aber auch müde. Wer es natürlich bevorzugt sollte zu Ingwer-Tabletten oder Ingwer-Bonbons greifen.Polarstern_stabilizer

Stabilisierungsflosse bei einem Hochseeschiff (Quelle: WikiPedia)

Weitere Tipps gegen Seekrankheit:

  • Halten Sie sich nicht im Innenraum auf, sondern gehen Sie an Deck und passen Sie sich den Bootsbewegungen an, anstatt sich krampfhaft entgegenzustellen. Fixieren Sie dabei einen Punkt am Horizont.
  • Der Tipp, sich dort auf den Boden, bzw. in die Kajüte zu legen, wo die Schiffsbewegungen am ruhigsten sind, gilt nur, wenn Ihnen bereits sehr übel ist.
  • Auf einem Segeltörn, können Sie sich durch leichte Arbeiten an Deck ablenken. Verrichten Sie keinesfalls körperlich anstrengende Tätigkeiten unter Deck. Vorsicht vor allen Arbeiten, bei denen man den Kopf bücken muss.
  • Nehmen Sie am Abend vor der Seefahrt nur leicht verdauliche, warme Mahlzeiten zu sich, also fettarme Nahrung mit wenig Ballaststoffen.
  • Beginnen Sie die Kreuzfahrt ausgeschlafen, in Ruhe und ohne Hektik.
  • Beschäftigen Sie den Magen während der Reise mit kleinen Mengen Zwieback, getrocknetem Weißbrot, Salzstangen oder Keksen. Oft hilft es auch nur einen einfachen Kaugummi oder ein Gummibärchen zu kauen.
  • Meiden Sie penetrante Gerüche z.B. üble Essens-, Benzin- oder Toilettengerüche, da sie die Übelkeit beschleunigen.
  • Auch wenn es schwer fällt: Verzichten Sie weitgehend auf Alkohol, Kaffee und Nikotin!
  • Meiden Sie Gespräche über Seekrankheit, denn alleine die Angst davor kann bereits Übelkeit hervorrufen.
  • Auch mit Entspannungsübungen kann man das Problem in den Griff kriegen, beispielsweise mit Atemübungen, autogenem Training, Yoga, Meditation oder progressiver Muskelentspannung nach Jacobsen. Allerdings ist regelmäßiges Training unerlässlich.

Seeräubär Jack Bearow rät:

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“Schlag Dir Deinen Magen immer schön randvoll, vor allem bei schwerer See. Wenn der Bauch dann bis zum Anschlag gefüllt ist und kein Hohlraum mehr vorhanden ist, wird Dir nicht mehr so schnell schlecht.“

Probieren Sie selbst ob es Ihnen hilft, das leckere Essen an Bord der meisten Kreuzfahrtschiffe hilft Ihnen hierbei sicher. Aber wundern Sie sich nicht, wenn Sie nach der einwöchigen Reise fünf Kilo mehr auf die Waage bringen.

Nach wenigen Tagen nimmt die Neigung zur Seekrankheit erheblich ab, dann hat sich das Gehirn an die neuen Bewegungen gewöhnt.

Der Schiffsarzt hat gegen Bezahlung immer schnelle Hilfe parat. Nehmen Sie aber die Rechnung auf jeden Fall mit nach Hause und lassen Sie sich das Geld von einer eventuellen Zusatzversicherung in Sachen Reisen erstatten.

8. Seemannsgarn – nautische Begriffe kurz erklärt…

Kaum an Bord angekommen werden Sie mit allen Möglichen Fachbegriffen überhäuft und das meist von superschlauen Mitreisenden – mit Sicherheit nicht vom Personal an Bord, höchstens mal von einem Animateur aus Spaß. 😉

Aber was bedeuten diese Begriffe in Seemannssprache eigentlich genau?

Hier ein kleines Bord-ABC / Schiffs-ABC:

  • Achtern/Heck: Hinterer Teil des Schiffes
  • Aufsteigen: An Bord gehen
  • Absteigen: Von Bord gehen
  • Anheuern: Arbeit auf einem Schiff annehmen
  • Backbord: In Fahrtrichtung links
  • Brücke: Kommandozentrale des Schiffes
  • Bug: Vorderer Teil des Schiffes
  • Gangway: Bewegliche Außentreppe zum An- und Von-Bord-Kommen
  • Kajüte: (Mannschafts-) Unterkunft an Bord
  • Kaventsmann: Sehr hohe, einzelne Welle
  • Knoten: 1 Knoten = 1 Seemeile in der Stunde = 1,852 Kilometer in der Stunde
  • Koje: Bett eines Seemanns
  • Kombüse: Bordküche
  • Lee: Windabgewandte Seite des Schiffes
  • Luv: Windzugewandte Seite des Schiffes
  • Liferafts: Aufblasbare Rettungsinseln
  • Mittschiffs: Mittlerer Teil des Schiffes
  • Purser: Zahlmeister an Bord eines Schiffes
  • Rollen: Bewegung eines Schiffes um seine Längsachse (1. Ursache für Seekrankheit)
  • Stampfen: Rotationsbewegung eines Schiffes um seine Querachse (2. Ursache für Seekrankheit)
  • Seemeile (inzw. Nautische Meile): 1 Seemeile entspricht 1,852 Kilometer
  • Steuerbord: In Fahrtrichtung rechts
  • Tender / Tenderboot: Beiboot, bordeigenes Verkehrsmittel zwischen Land und SchiffStar-Clipper-Santorini

    Kreuzfahrt-Segler Star Clipper vor Thira auf Santorini / Griechenland

    9. Runter vom Schiff und ab nach Hause!

    Die Kreuzfahrt war schön, hat viele tolle Eindrücke hinterlassen und ist leider auch viel zu schnell vorbei. Jetzt heißt es auschecken und Abschied nehmen. Entweder geht es direkt nach Hause oder in einen schönen Anschlussurlaub vor Ort.

    Sparen Sie sich hierbei Ärger und Geld indem Sie selbst Ihre Koffer die paar Meter zum Zollamt am Hafen tragen oder rollen. Selbst wenn es aussieht als wäre das Personal dort vom Clubschiff oder von der Hafenverwaltung zur Verfügung gestellt, sind es lediglich ein paar arme Burschen, die sich ihr täglich Brot damit verdienen den Koffer 100 Meter zu ziehen und dann viele Dollars oder Euro dafür zu verlangen. Mit einem Dollar Trinkgeld gibt man sich schon lange nicht mehr zufrieden. Euros sind begehrt, werden aber in Münzenform sowieso selten angenommen.

    Vermiesen Sie sich Ihre gute Laune nicht mit Streitigkeiten für solche lapidaren Dienstleistungen.

    Costa-Pacifica-Rom

    Costa Pacifica im Hafen von Civitavecchia bei Rom

    Bildquellen: Wikipedia und Vesseltracker-Account von AIDA-DJ Dan

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Coco Loco auf der Isla Saona in der Dominikanischen Republik

JackBearow CocoLocoFrohe Ostern, liebe Blogleser!

Nachdem das Wetter grad wieder Kapriolen schlägt und mir am Gründonnerstag noch einmal Schnee vor der Haustür beschert, habe ich mal wieder ein wenig in den Reisebildern gekramt und musste feststellen, dass noch viele Bilder und Reiseberichte auf Veröffentlichung warten. *uff*

Passend zu den kommenden Osterfeiertagen habe ich mir mal die Fotos vom karibischen Traumstrand Saona Beach  herausgesucht, wo ich erste Bekanntschaft mit der seltenen und gefährlichen Kokosnuss-Art namens Coco Loco gemacht habe. So eine Kokosnuss sieht ja fast aus wie ein Ei, naja, ein großes, hartes und behaartes Ei. *rotwerd*

JackBearow Captain

Da das Clubschiff AIDAvita in La Romana neben frischem Proviant alle zwei Wochen auch neue Passagiere an Bord nahm, wurden hier nur Halbtagsausflüge angeboten. Einer dieser Ausflüge ging entlang der Küste der Dominikanischen Republik in das Naturschutzgebiet “Parque Nacional del Este” zu einer kleinen Trauminsel namens Isla Saona (Saona Island ).

Unterwegs gab es einen kurzen Plausch unter echten Seebären und so konnte ich höchstbärsönlich dafür sorgen, dass wir einen kurzen Zwischenstopp an einer Sandbank einlegten, wo hunderte von Seesternen ihr Zuhause haben.

Seestern

Durch das Personal an Bord gab es noch eine kurze Einweisung und dann durften auch wir ins warme Wasser um die Seesterne anzufassen. Immer schön unter der Wasseroberfläche lassen und nicht an die Luft halten!

Weiter ging es nach diesem kurzen und sehr erfrischenden Halt mit  Merengue-Klängen und kühlen Drinks an Bord. Alkohol würde es aber erst auf der Rückfahrt geben, denn schließlich wollten auf der kleinen Inseln noch ein paar Gäste schwimmen und schnorcheln. Typisch karibisch war dann der Anblick, welcher uns bei der Ankunft erwartete. Aber macht Euch am Besten selbst davon einen Eindruck:Isla Saona - Saona Island - Saona Beach Isla Saona - Saona Island - Saona Beach

Jungs Sonnenbaden

Nun hieß es nur noch ab an den Strand und die nächsten Stunden auf diesem Eiland einfach genießen. Zusammen mit ein paar bayerischen Jungs, die am gleichen Abend wieder zurück in die Heimat flogen, machten wir es uns gemütlich. Relativ wenig andere Besucher waren anwesend und so war es schön ruhig, bis auf das unerlässliche Galoppieren des Merengue-Sounds aus den Boxen der Strandbude. Die Toiletten-Buden daneben wurden übrigens mit Regenwasser betrieben, welches man in einem Kübel selbst mit aufs stille Örtchen nehmen musste – sehr umweltfreundlich… 😉

Ein typisch dominikanisches Barbecue in Form von lecker gegrillten Hühnchen, Reis mit schwarzen Bohnen und Salat gab es nach dem ausgiebigen Planschen in der Badewanne namens Karibik. Dazu wurde Bier oder Rum-Cola gereicht, wenn man denn wollte. :o)  Zur Nachspeise lag dort noch eine Platte mit frischen Früchten. Alles in allem sehr fein was dort für die paar Euro geboten wurde, nicht nur der Strand, wie Ihr hier sehen könnt:

 

Isla Saona - Saona Island - Saona Beach -Strand - Traumstrand

Isla Saona - Saona Island - Saona Beach

Um diesen wunderschönen Tag würdig abzuschließen, kaufte mein Besitzer der AIDA-DJ Dan noch eine frische Kokosnuss und nickte grinsend, als der Verkäufer fragte, ob er diese als Coco Loco, also als verrückte Kokosnuss wolle. Das machte mich doch ein wenig neugierig…

AIDA-DJ-Dan Coco-Loco

JackBearow-probiert JackBearow-abgefüllt.

Nach dem ersten Schluck aus der Coco Loco wusste ich dann auch warum der Typ so gegrinst hatte – eine satte Portion Rum sorgte zusammen mit der Kokosnussmilch für eine äußerst entspannte Rückfahrt zum Kreuzfahrtschiff.

Das war’s an dieser Stelle, mal sehen wann man mich mal wieder an den PC lässt, denn es warten wirklich noch viele Eindrücke von zwei Monaten Karibik und auch noch von den anderen zwei Monaten im Mittelmeer. Bis dahin wünsche ich Mast- und Schottbruch und immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel! ;o)

Euer Jack Bearow

Katamaranfahrt und Bummeln auf St. Martin / St. Maarten

Welcome-to-St.MaartenWelcome to St. Maarten – the friendly Island!

Jawohl, diese weitere Trauminsel wird von der AIDAvita gleich am Tag nach Tortola angelaufen. Angelegt wird im Hafen des niederländischen Teils der Insel, in der Regel gemeinsam mit fünf anderen Kreuzfahrtschiffen. Gut 25.000 (!) Besucher überfluten dann an einem Tag diese kleine Insel, was dem Steuerparadies ein gewaltiges Einkommen beschert, denn dort St.Martin-Hafenkann man zollfrei Elektronik, Schmuck, Parfüm, Alkohol und vieles mehr erstehen. Neben dem US-Dollar wird hier auch der Euro gern genommen, denn offiziell ist man auf den kleinen Antillen nun in den Niederlanden. Auch das Telefonieren mit dem Handy unterliegt hier den europäischen Roaming-Gebühren. Wer also mal schnell nach Hause telefonieren will sollte das von hier aus tun – aber Vorsicht: Es sind immer noch fünf Stunden Zeitunterschied! 😉

Oasis-of-the-Seas-front

Neben uns lag jedes Mal das derzeit größte Kreuzfahrtschiff der Welt, die OASIS OF THE SEAS – was für ein Dampfer! Alleine in diesem Koloss leben 6000 Passagiere und 2500 Besatzungsmitglieder. Von Florida aus macht das Ein-Milliarden-Dollar teure Schiff der Royal Carribean Reederei einwöchige Touren durch die Karibik. Diese gibt es bereits für um die tausend Euro. Aufgrund seiner Größe kann es allerdings nur in drei Häfen anlegen. Hier mal der direkte Vergleich aus einiger Entfernung:

Oasis-of-the-Seas AIDAvita

Links die OASIS OF THE SEAS – rechts das kleine Beiboot namens AIDAvita… 😉

Das ist kein optischer Trick, die beiden Schiffe liegen am selben Kai, auf selber Höhe. Sechsmal passt die kleine AIDA da hinein. Ein zweites Schiff dieser Klasse mit dem Namen “EMPRESS OF THE SEAS” ist derzeit in Norwegen in Bau. Unser Schiff ist mit 1400 Gästen und knapp 400 Besatzungsmitgliedern das kleinste dort. Die anderen Schiffe haben eine Kapazität von 2500 Gästen und knapp 700 Crew-Members. Der Hafen wird derzeit übrigens erweitert um noch mehr – vornehmlich amerikanische – Passagiere zu empfangen…

GoldenEagleIV-Segel Nach dieser wahrhaft beeindruckenden Kulisse direkt am Hafen erschien mir der Katamaran mit dem wir zum Baden segelten etwas arg winzig. Dennoch wagte ich mich an Bord und wurde mit einer mehr als gemütlichen Fahrt zum Badestrand einer vorgelagerten Insel belohnt. Dazu gab es Rum-Cola (jup, in dieser Reihenfolge) und Snacks sowie jede Menge coole Musik. Nach einer Runde planschen und Schnorcheln ging es wieder zurück mit all den inzwischen recht lustigen Gästen an Bord.GoldenEagle-Kapitän

Auch an’s Ruder durfte ich als erfahrener Seebär mal, nachdem mich meine neuen Fans freigaben. 😉

Ja, so ein hübsches Bärchen wie ich ist halt begehrt bei jung und alt…

Jack-Fan-3Jack-Fan-1Jack-Fan-2

Dirk-mit-Hase

Ganz besonders liebe Grüße gehen an dieser Stelle an den Hasen unseres Tauch-Managers Dirk – war schön Dich kennenzulernen, wir vermissen Dich hier an Bord ganz doll!

 

Zurück ging es wieder durch Wind und Wellen gegen Mittag. Schnell frischgemacht und umgezogen, schon ging es wieder hinaus an den Pier, wo die Einheimischen uns mit den Wassertaxis für 6 US-Dollar hin und zurück vom Hafen zur Einkaufsmeile schipperten. Mit dem Armband, welches man dort als Ticket um den Arm gewickelt bekommt, kann man dann übrigens den ganzen Tag hin und her fahren, so oft man will…

Jack-Kaktus-Patricia Jack-am-Kaktus

Auf dem Weg dorthin trafen wir noch unsere bordeigene Fotomaus Patricia aus dem schönen Österreich. Sie war privat unterwegs und was ich da an Ihren Beinchen entdeckte musste ich auf einem Foto haben, denn das glaubt einem keiner – ein waschechter Kaktus zierte die Wade! Zum perfekten Glück fehlte mir nur noch eine Buddel Tequila…

 

Auf St. Martin gibt es übrigens die einzige direkte Grenze zwischen Frankreich und Holland. Wenn man in den französischen Teil der Insel will sollte man sich noch seinen Reisepass vom Schiffs-Purser besorgen. Im holländischen Phillipsburg, wo wir angelegt hatten, kann man dann ganz toll bummeln und einkaufen – oder einfach am Stadtstrand liegen und sich gegen ein paar Dollar Gebühr auf einer Liege und unter einem Schirm mit ein paar eiskalten Bierchen im Kühler die Sonne auf den Pelz brennen lassen. Dazu gibt es viel karibische Musik aus den zahlreichen Restaurants an der Promenade, vom Einmann-Steeldrum-Orchester bis hin zur Rastafarian-Reggae-Combo aus Jamaica. Lecker schmecken am Beach dann sämtliche Burger oder auch die kreolisch zubereiteten Hühnchen zusammen mit einem eiskalten Cocktail oder frischgepressten Fruchtsäften. Hier ein paar Eindrücke von St. Maarten:

St.Martin-Boote-1 St.Martin-StrandSt.Martin-HauptstrasseWeltberühmt ist inzwischen diese Promenade, denn im Film “SPEED 2 – CRUISE CONTROL” jagte Sandra Bullock mit dem Kreuzfahrtschiff direkt hier hinein. Zu dem Zweck wurde damals die komplette Straße für die Kulisse ausgebaggert und so wie man sie hier sieht neu gestaltet und gepflastert.  Treppen-blau-gelb Jack Pirat Jack-am-Steuer

Auch ich hatte noch meinen Spaß mit all den Piraten-Kollegen die hier so unterwegs waren. 🙂

Beim nächsten Besuch hier will ich aber etwas anderes sehen und wage einen Trip mit Schnellboot nach St. Barth… das wird sicher eine Riesengaudi!

Bis bald, Ihr Landratten, Euer einzig wahrer Captain Jack Bearow!

Erdbeben in Haiti

Noch nie war ich so nah dran und doch so weit weg von einem solch schrecklichen Ereignis wie dem Erdbeben in Haiti. In sicherer Distanz von mehreren dutzend Seemeilen fährt die AIDAvita regelmäßig am wesentlich ärmeren Teil der Isla Hispaniola vorbei und legt nur in zwei Häfen der etwas reicheren Dominikanischen Republik an, welche sich diese große Insel mit Haiti teilt. Was die geografische Nähe wieder in weite Ferne rücken lässt ist die Tatsache, dass an Bord des Kreuzfahrtschiffes Urlaub und Party gemacht wird, während neben an die Welt im wahrsten Sinne des Wortes untergeht. Es wird gefeiert, getrunken, gegessen, vergessen und  verdrängt. Es wird  jede Menge Essen achtlos weggeworfen, weil es die strengen US-Hygiene-Vorschriften so verlangen.

AIDA Cruises hat mittlerweile eine Spendenbox an der Rezeption eines jeden Schiffes aufgestellt und selbst 10.000,—Euro für die Erdbebenopfer in Haiti bereit gestellt. Der Erlös geht an das Rote Kreuz. Spenden auch Sie direkt online über
https://www.drk.de/spenden/online-spenden.html 

Banner: DRK-Spendenaufruf für Erdbeben auf Haiti

Wäre dieses Land nicht so arm, würde sich ein Urlaub dort mehr als lohnen!

Weihnachten an Bord der AIDAvita mit Volker Seifen

JackBearow SantaClaus

Ei schaut doch mal, wer mich am Heilig Abend an Bord der AIDAvita besucht hat!

Es war der Weihnachtsmann höchstbärsönlich, der einen kurzen Halt in der Karibik gemacht hat, extra um mir mein Weihnachtsgeschenk vorbei zu bringen – eine echte E-Gitarre! Wow! Endlich kann ich mich hier mal so richtig austoben und einen auf Rockstar machen… Oh yeah!

JackBearow-Rockstar

Das muss ich doch gleich dem Volker erzählen… Jack VolkerSeifertWer der Volker nun wieder ist?
Ach, das hab ich ja noch gar nicht erzählt. Comiczeichner Volker Seifen ist der Gastkünstler an Bord der AIDAvita. Er gab in den vergangenen zwei Wochen Kurse hier an Bord. Hier stehen wir mal eben kurz in seiner Ausstellung. Edutainment nennt sich das auf neudeutsch und das kann so richtig Laune machen seiner kreativen Ader freien Lauf zu lassen. Volker kann das besonders gut und malt seine Kunstwerke auf authentischen Seekarten oder echtem Segeltuch. Jack VolkerSeifert-Arbeit
Was er zeichnet hat für den Norddeutschen fast immer mit dem Meer zu tun – so mag ich das. Volker zeichnet etwa die Gäste und Mitarbeiter an Bord des Clubschiffes AIDAvita als Comic-Möwen, erstellt einen täglich frischen Cartoon zu aktuellen Erlebnissen während der Kreuzfahrt oder zeichnet meine absoluten Lieblinge, die Piraten im Glas. Anbei mit seiner freundlichen Genehmigung einige seiner Kunstwerke.

Comicbild-Tagescomics Comicbild-AIDAvita-Weihnachten Comicbild-Karibikreise Comicbild-Karibiksonne Comicbild-ReggaeRum Comicbild-Sonnenaufgang

Hier mal die Tagescomics der gesamten zweiwöchigen Reise im Überblick:

TagescomicsJack Tagescomic

Diese Tagescomics locken das ein oder andere Schmunzeln hervor, denn da werden Bordleben und Erlebnisse beim Landgang nochmal auf die Schippe genommen und von der reisenden Möwe kommentiert. Volker hat hier eine echte Liebe zum Detail entwickelt wie man auf seinen Werken gut erkennen kann.

Auch Weihnachten wurde hier nicht ausgelassen wie Ihr gleich sehen könnt. Das Bild war wohl eher eine Schnapsidee, aber das sind oft die Besten.

karibischerWeihnachtsmann

Was er dazu gedichtet könnt Ihr hier lesen:

Heut morgen um Viertel 4,
hab ich ihn gesehen auf der Vita hier.

Er war leicht bekleidet, praktisch halbnackt,
in der Hand hat er ein Bier gehabt.

Um alle zu erfreuen zur Heiligen Nacht,
hab ich ein Bild von ihm gemacht.

Seine letzten Worte, für Euch liebe Gäste:
Feiert man feste!

 

Welche tollen Gäste er meint könnt Ihr hier mal bewundern:

Comicbild-AIDAvita-Möwen

Daniel-DJ-Möwe Ich find das echt klasse, wenn jemand so kreativ ist. 🙂

Hier seht Ihr mal eine der Möwen-Karikaturen etwas genauer – es ist mein Besitzer, der AIDA-DJ Dan als DJ-Möwe. *höhöhö* Gut getroffen! Das ganze Bild in groß sieht dann schon recht imposant aus, es ist gemalt auf echtem Segeltuch, welches extra dafür grundiert wurde.

Versprochen hat er mir, das ich samt meinem Besitzer noch einmal in groß karikiert werde und darauf bin ich echt gespannt. Werd mich da mal hinsetzen und zugucken wie der das anstellt, der olle Pinselschwinger.

Piraten-im-Glas-Rum

Meine wirklichen Freunde sind allerdings die Piraten im Glas, welche mindestens genauso dolle Abenteuer wie ich erleben.

Hier mal ein kleiner Vorgeschmack – das ganze gibt es auch als Buch zu kaufen unter www.seifenblasencomics.de oder www.volker-seifen.de – schaut doch mal vorbei, es lohnt sich, sobald die Seite überarbeitet wurde. Volker kümmert sich drum sobald er wieder daheim ist.

Piraten-im-Glas

Sobald ich meine bärsönliche Zeichnung habe werde ich den Beitrag hier natürlich ergänzen. Hoffe der kriecht das noch hin, denn morgen schon wird er wieder abreisen. Schade eigentlich, denn mit dem konnte man so richtig gut schnacken und einen Heben… *schnüff*

Tausend Dank für diese tollen Comics, mein lieber Volker, mach schön weiter so und uns damit noch jede Menge Freude!

Auf diesem Weg ein Beary Christmäs aus der Karibik
meine lieben vom Fernweh geplagten!

Mit dem Taxi zur Maya Tempelanlage ALTUN HA in Belize

Ivanas-Tour

Greetings from Belize, Mon! 😉

Ich staune nicht schlecht, was sich mein Herr und Meister auf dieser Reise so alles einfallen lässt um mich abenteuerlustigen Reisebären bei Laune zu halten. Ivana vom Bord-Theater der AIDAvita wollte dieses mal unbedingt zu den Ausgrabungsstätten der mittelamerikanischen Maya im schönen Belize. Auf eigene Faust sollte es in den Dschungel gehen, doch alleine war Ihr das zu teuer und zu gefährlich. Also schlossen Jack Evasich die drei Crewmitglieder  Elli, Eva und mein AIDA-DJ Dan vom Clubteam an und machten sich  nach einer kurzen Preisverhandlung für 120 US-Dollar auf den Weg zu den Ruinen von ALTUN HA, einer Tempelanlage mitten im Urwald Mittelamerikas. Sprachlich bestehen im ehemaligen Britisch Honduras keinerlei Barrieren, denn die Bevölkerung spricht ein relativ slangfreies Englisch. Eine Stunde dauerte die holprige Fahrt im vollklimatisierten Taxi, vorbei an kleinen Holzhütten, diversen Polizeikontrollen und jeder Menge Vegetation. Zu den 30 US-Dollar pro Person kamen noch 10 Belize-Dollar (was umgerechnet 5 US-Dollar sind) Eintritt in der Tempelanlage, die uns auf den ersten Blick gar nicht so spektakulär mit Touristenbussen, kleinen Restaurants und Souvenirläden begrüßte…

Belize-RestaurantWelcome-to-Altun-Ha Rastaman-Kokosnuss

Zwei- bis  dreimal die Woche kommen die großen Schiffe der Norwegian Cruiseline und der Carnival Corporation, zu welcher auch die AIDA-Flotte gehört. An diesen Tagen geht es rund im Hafen von Belize City, denn laut staatlicher Verordnung dürfen nur Einheimische Kapitäne tendern und mit Ihren schnellen Booten die Touristen an Land  bringen. Das bringt dringend benötigte Devisen in das arme Land.  Neben der AIDAvita lagen noch die Norwegian Spirit und die Navigator of the Seas drei Seemeilen vor der Küste auf Reede, entsprechend hektisch ging es zu, sowohl im Dutyfree-Bereich des Hafens als auch auf der Tempelanlage.  Ein typisch lokales Angebot gab es von einem extrem coolen Rastamann direkt am Eingang zur Anlage –  frische Kokosnüsse! Lecker…

Altun-Ha-Maya-Stufenpyramide

Vorbei an den anderen Händlern ging es hinein in die antike Kultstätte. Da wir diesmal ohne Tourguide unterwegs waren gibt es von meiner Seite nicht viele geschichtliche Fakten zu berichten, außer den Sachen, die ich mit meinen Lauschern bei den Guides der anderen Gruppen aufgeschnappt habe. Der erste Blick fiel auf diesen Hügel samt Treppe  – letztere wurden dem kleinen US-Amerikaner hier wohl zu viel…

zuviele-StufenDer brüllte so laut nach seiner Mama, dass man ihn im ganzen Urwald hören konnte und die zur Bewachung abgestellten Polizisten doch mal kurz die Augen öffneten… 😉

Weiter ging es durch die gut gepflegte Anlage in einen großen Innenhof, der gut und gern so groß wie ein Fußballfeld ist. Ringsum stehen sie dann, all die beeindruckenden Bauten des längst untergegangenen Volkes der Maya.

Tempelanlage-Maya-Altun-Ha-Belize

Heiß brannte die Sonne auf uns herab und so konnten wir gut verstehen, warum man hier in grauer Vorzeit dem Sonnengott huldigte. Überwältigt von der Baukunst folgten wir dem Pfad und knippsten ein paar tolle Bilder, die ich Euch gerne hier zeigen möchte. Aber erst einmal muss der reiselustige Seeräubär ein wenig im Schatten ausruhen… *uff* So ein Pelz kann manchmal ein wahrer Fluch sein! Insbesondere bei über 30 Grad Celsius im Schatten…

Jack-mit-Blick-auf-Maya-Pyramide

Tempelanlage-Maya-BelizeMaya-Bauwerk-Altun-HaMaya-Sonnengott-Altun-HaMaya-Sonnengott-Altun-Ha-Belize Altun-Ha-Sonnengott-Tempel-Maya Maya-Sonnengott-Tempel-Altun-Ha-Belize

Und genau da wollten wir alle noch hinauf: Auf den Sonnentempel ALTUN HA!

Evas-FluchtDamit wir auf der weiteren Reise immer schönes Wetter haben, beschloss ich alter Saubär den hiesigen Gottheiten ein angemessenes Opfer darzubringen. Eine holde Jungfrau war leider nicht in Sicht und so warf ich einen genaueren Blick auf die liebe Clubteam-Leiterin Eva. Als sie von meinen Plänen hörte war sie gar nicht so begeistert… Flucht war Ihr erster Gedanke, doch mir entkommt so schnell keine(r)! 😉 Opfergabe-fuer-den-Sonnengott

Über die sanfte Art meiner Opfergabe war sie dann doch sichtlich erstaunt… Hatte die ein Glück, dass ich meinen Säbel nicht dabei hatte! Ha! (Die Nacht darauf hat es übrigens heftigst gestürmt auf hoher See – das hatte ich nun davon… *brummel*)

Blick-vom-Sonnengott-Tempel-Altun-Ha

Der Blick vom Dach des Tempels machte einem dann bewusst welche großen Baumeister da am Werk waren. Beeindruckend, auch ohne die Fakten zu wissen…

Zum Abschied ging es dann noch ein paar Souvenirs kaufen. Den Kleinsten hier in Belize kann man übrigens mit ganz einfachen Sachen eine große Freude bereiten, so wie hier – ein frisch geschältes Zuckerrohr ist besser als jede Tafel Schokolade! Belize it or not! 🙂

Sugarcane Jacks-Sweet-Carribean Jacks-Virgin-Colada
Ich hingegen konnte mich nur schwer entscheiden was ich vor der Rückkehr auf das Schiff noch genießen sollte und so wurden es ein Sweet Carribean UND eine Virgin Colada in der Bar Sandpipers. Lecker, lecker, lecker kann ich nur sagen… You betta belize it!
Silvester kommen wir wieder, mal sehen was wir dann anstellen – ich bin gespannt!

Leuchtturm-Belize

Gebloggt auf Kabine 3215 an Bord der AIDAvita im kariibischen Meer.

Auf der Rock’n’Reggae-Road zur Rum-Fabrik Appleton auf Jamaica

Ahoi meine lieben Freunde!

Jacks-Buddel-mit-RumEs ist wieder so weit, ich bin endlich wieder auf Tour! Diesmal geht es wieder einmal mit dem Clubschiff AIDAvita auf hohe See, jetzt aber acht Wochen lang quer durch die nördliche Karibik.
Fehlende Berichte aus der Mittelmeer-Zeit reiche ich in den nächsten Wochen nach – Bärensache! Hier aber mal ein brandaktueller Bericht aus der Karibik.
Anfangen möchte ich gleich einmal mit einem absoluten Ausflugs-Highlight, dem Besuch der weltberühmten Appleton Rum-Destille. Wenn Ihr also wissen wollt wie ich kleiner Seeräubär zu dieser extrem feinen Buddel voll Rum gekommen bin, dann nehmt Euch en wenig Zeit und lest den folgenden Reisebericht.

Als mein Besitzer, der AIDA-DJ Dan meinte, er wolle es in der ersten Woche an Bord etwas ruhiger angehen lassen, dachte ich mir schon wie öde wird das wohl…
JackBearow WulanDoch die liebe Barmanagerin Ina kam ihm da – Neptun sei Dank – gründlich in die Quere. Ein Platz war noch frei auf der Tour des AIDA-Barpersonals zur Rum-Fabrik von Appleton auf Jamaika. Eine Fortbildung für jeden Baarkeeper und so, machten wir uns zu fünfzehnt auf den Weg vom Liegeplatz in Montego Bay in das  jamaikanische Hochland. Mit einem Kleinbus ging es über die Rock’n’Reggae-Road hinauf in die Berge. Zwei Stunden wurden wir durchgerüttelt, denn die Straßen auf dieser schönen Insel sind mehr als marode. Jamikanische-Baustelle

Unser Bar-Engel Wulan aus Indonesien hatte Mitleid mit mir und nahm mich gerne auf den Schoss. So durfte ich von dort aus die Fahrt vorbei an den bunten Holzhütten und der dichten Vegetation beobachten. Augen zu und durch war die Devise, denn spätestens nach 20 Minuten auf dieser Rüttelfahrt macht jeder noch robuste Magen schlapp. Doch unser Fahrer O’Neal steuerte das Gefährt schnell und sicher in das Hochland, Yah Mon- Respect! 😉

JackBearow-at-AppletonRumJamaica Endlich wieder  festen Boden unter den Füßen stieg die Laune erheblich. Gracie von der AIDA-Bar nahm mich bei der Hand und rein ging es in die Rum-Fabrik, wo wir mit einem lecker Becher Rum-Punsch begrüßt wurden. JacksRumfassDas Zeug stellte auch endlich wieder halbwegs normale Zustände im Verdauungstrakt ein. Gleich von mir in Beschlag genommen wurde dies kleine Fässchen mit Rum, aber es sollte noch dicker kommen…
Raus ging es in den Garten der Rum-Destille, wo ein kleines Museum zum Anfassen auf uns wartete. Erster Stopp war der kleine Esel hier, welcher nur zu Demonstrationszwecken für Touristen zeigte, wie früher der Zuckersirup, welcher der Grundlage für jeden Rum ist, aus dem Zuckerrohr gepresst wird.

Rum-EselMit der Kraft einer Eselsstärke kamen immerhin 65-75 Prozent der Flüssigkeit aus dem Gewächs. Inzwischen erledigen das Maschinen mit einer Effizienz von bis zu 95 Prozent. Zur Belohnung für seine drei Runden an der Presse bekam der nette Herr Esel übrigens das ausgepresste Zuckerrohr zum Essen. Jammi!  JacksAusritt

Ich wollte den Rest der Tour nicht mehr zu Fuß bestreiten und kaperte mir diesen Eselskarren am Wegesrand, aber der störrische Kerl wollte einfach nicht losfahren… *brummel*

Na gut, dann  eben zu Fuß rauf auf den ehemaligen Wachturm. Von dort gab es einen tollen Blick auf das Land rund um das Appleton-Anwesen aus dem 18. Jahrhundert.

Die Insel Jamaika entstand vor 16 Millionen Jahren bei einem Vulkanausbruch. Auf diesem fruchtbaren Boden gedeihen jede Menge tropische Pflanzen und so geht es auch dem Zuckerrohr, welches von den spanischen Eroberern erstmals angebaut wurde sehr gut. Das Hochplateau von Appleton liegt in einem Talkessel, wo es sogar vor den alljährlich wütenden karibischen Stürmen gut geschützt ist. Nach einem Blick über die firmeneigenen Felder ging es in die eigentliche Destille, wo aber nicht fotografiert werden durfte. Auf dem Weg dorthin erklärte uns der freundliche Guide, dass der Zuckerrohrsaft erst einmal zentrifugiert wird um die Melasse von den Zuckerkristallen zu trennen. Der dabei entstehende braune Zucker wird weiterverkauft, nur die Melasse wird in der Destille genutzt.

Dort werden Jahr für Jahr elf Millionen Liter feinster  Rum hergestellt. Jeder einzelne Tropfen Appleton Rum kommt aus diesen Räumen und bringt die Sonne Jamaikas in die weite Welt. Zur Herstellung gibt es inzwischen zwei Verfahren. Da wäre einmal die klassische Destillation für die feinen Brände, welche im ersten Brand 85 % Alkoholgehalt haben aber so natürlich nicht verkauft werden. Diese Methode ist zwar langsam, dafür aber besser für den Geschmack. Die weniger sanften Brände werden in einem etwas schnelleren Verfahren hergestellt und enthalten dann 95 % Alkohol im ersten Brand. Verschnitten werden diese Brände übrigens nur für drei der zahlreichen Rumsorten die aus dieser Fabrik kommen. Was aus den Rohren kommt ist übrigens erst einmal so klar wie Wasser. Dieser weiße Rum kommt geschmacklich an den einfachen Bacardi heran, doch dieser ist nicht wirklich die erste Wahl von Rumkennern. Der braune Rum ist wesentlich geschmackvoller. Die unverkennbar goldene Farbe und das feine Aroma erhält der braune Rum erst im nun folgenden Lagerungsprozess.  Appleton-Rumlager

Im Lagerraum nebenan angekommen staunte ich nicht schlecht, denn ich war im Paradies angelangt! Fast 8500 (!) Fässer Rum, teilweise bis zu 24 Jahre alt, lagerten hier in 40-Liter-Fässern aus weißer Eiche. Und dies sei nur das drittkleinste Lager, meinte unser Guide. Sollte eine Katastrophe auf Jamaika passieren, was ich nach diesem Anblick nicht hoffe, gäbe es noch zwei geheime Lager in der Karibik, damit der feine Tropfen nicht zur Neige geht. 😉Jack-im-Rumparadies
Ei, hier wollte ich mich verstecken und mir eine Bleibe einrichten, doch meine Fluchtversuch wurde entdeckt… Mist! 😦
Die Eichenfässer auf diesen Bildern sind übrigens von Jack Daniels, denn auf Jamaika gedeiht vieles, nur keine weisse Eiche. Ursprünglich lagerte darin der gute dreijährige Whiskey, doch nach der Entleerung werden die Fässer ausgebrannt und für Appleton verwendet. Dieser Reinigungsprozess und die Tannine im Holz verleihen dem Rum seinen goldenen Glanz und den weichen Geschmack.

Der Fachmann rät übrigens von Cuba Libre, also Rum mit Cola ab, da man sich durch den ganzen Zucker am nächsten Tag schlecht fühlt. Er rät dazu Rum pur, mit Eis oder Wasser oder frischen Fruchtsäften zu genießen. Cranberry-Saft soll sich ganz toll mit braunem Rum mischen lassen  – ich werde das testen!

Zuckerrohr-PresseAn dieser handbetriebenen Presse durften unsere Barkeeper mal zeigen was sie so drauf haben und das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Der frisch gepresste Zuckerrohrsaft riecht wie Mais, also nach reiner Stärke, schmeckt aber recht lecker. Auf der Insel mischt man ihn übrigens gern mit Lime-Juice und einem Schuss Gin.

Noch schnell ein Gruppenfoto mit Bär und dann ging es weiter im Programm!

Gruppenbild-Appleton-Jamaica
Anschließend gab es dann zur Stärkung noch ein feines Essen im Museums-Restaurant. Reis mit schwarzen Bohnen, Kartoffeln, Salat, Hühnchen auf jamaikanische Art und dazu den lecker Rumpunsch – was für eine Grundlage! Und die brauchten wir auch, denn nun kam das eigentliche Highlight der Tour – die Verköstigung! *grins*

Zehn Flaschen aus der hauseigenen Produktion standen dort zum Testen, doch leider mussten alle Barkeeper und auch der DJ noch arbeiten. Und so blieb es bei einigen fachkundigen Schlückchen. Mit dabei waren dort nicht nur normaler Rum sondern auch exotische Mischungen, wie etwa Rum mit Piment, welcher meiner Meinung nach sehr gut in Glühwein passen würde und auf Jamaika auch zum Einlegen von Fleisch verwendet wird. Dann waren da noch der weiße Kokos-Rum, welcher sich hervorragend für Pina Colada eignet, eine Rum-Creme, ähnlich wie Baileys, aber um Welten besser und dasselbe mit Kaffee-Creme. Dann noch ein Rumlikör mit Honig… Ei, das wäre was für mich! Aber mein Besitzer entschied sich für einen zwölf Jahre alten Rum, da will ich mal nicht so sein… Als Abschiedsgeschenk gab es für mich dann noch die oben gezeigte Buddel mit Rum – nur für mich! *höhöhö*

Anbei nun noch ein paar Impressionen aus dem Königreich des Rums:

Alte-Rum-Destille
Destilliations-Anlage aus dem 19. Jahrhundert.

Appleton-Garten
Im Garten von Appleton-Rum, begleitet von stolzen Pfauen.

Appleton-Tour
Damit wurde vor Erfindung des Automobils der Rum auf Jamaika geliefert…

Appleton-Rum-Truck
…und damit danach! 😉

Über Stock und Stein ging es dann zurück zum Schiff und trotz all der Strapazen muss ich gestehen, dass es die Reise wert war… Cheers, Mon! ;o)

Gebloggt auf Kabine 3215 an Bord der AIDAvita im kariibischen Meer.