Seeräubär Jack geht an Bord

Jack AIDAvita

Jasou und Kali Mera meine Freunde!

Kaum wartet man ein halbes Jahr, schon geht es mal los hier. Ende August war es endlich so weit, der Flieger gen Süden hob mit AIDA-DJ Dan und Jack Bearow an Bord ab. Ziel war der Hafen von Heraklon auf Kreta, wo das Clubschiff AIDAvita schon auf uns wartete. Leider war von Kreta nicht mehr viel zu sehen, da es noch am selben Abend los ging Richtung westliches Mittelmeer, aber das wird sicher gut! 🙂

Elf Decks hoch, Platz für fast 1600 feierlustige Gäste, mehr als 38.000 PS Leistung im Maschinenraum sowie jede Menge Alkohol und Proviant an Bord – so mag ich das! 😉

Jack Fotozwerg-MelanieNach der netten Begrüßung durch den Fotozwerg Melanie  und den Clubteamleiter Dennis ging es für meinen Herren erst einmal zur Einkleidung, denn auch für den solchen musikalischen Leichtmatrosen Daniel herrscht an Bord bei so mancher Gelegenheit Uniformpflicht, wenn auch in Form von leger-sportlicher Kleidung.

Nach einem kleinen Bordrundgang und einigen technischen Einweisungen ging es dann schon los mit der ersten Party unter freiem Himmel auf dem Pooldeck – alles gut geplant, mit einer Begrüßungsshow vom Showensemble, einer Lasershow zum Auslaufen und jeder Menge Partysound von DJ Dan, bis in die frühen Morgenstunden. Cocktailempfang

 

Mit einigen stark rumhaltigen Cocktails hat man dann auch mich bei Laune gehalten, obwohl ich von der langen Anreise schon sehr müde war.

Viel Arbeit wartet hier auf uns, das hab ich schon gemerkt. Jede Menge feiern und nette Leute kennenlernen steht auf dem Plan – 63 Tage und Nächte lang! Mal sehen was sich da so an interessanten Landgängen in den kommenden Wochen rausspringt. Auf jeden Fall freue ich mich schon darauf und werde versuchen Euch von den einzelnen Stationen ein wenig mehr zu berichten. Bis dahin erst mal noch ein paar Impressionen…

Hafen_Heraklon_4

Hafen von Heraklon

DSC_0107

Schornstein der AIDAvita

Dennis Jenny-AIDA-TV

AIDA-TV mit den Gute-Laune-Drops Jenny und Dennis vom Clubteam der AIDAvita.

Jack Bearow auf Seemanns-Training in Rostock

DSC_0086 Ahoi Ihr Landratten!

Stellt Euch vor, endlich durfte ich mal wieder ans Meer!

Mit der Ostfriesischen Lufttransportgesellschaft ging es von München direkt nach Rostock an die Ostsee, ab in das AFZ, das maritime Ausbildungszentrum im alten Hafen.

Nach einem lecker Brötchen im kleinen Flugzeug schloss ich dann noch Bekanntschaft mit ein paar netten Mitreisenden, wie Ihr auf dem Bild unterhalb sehen könnt. Es gibt außer mir scheinbar noch jede Menge andere Reisebärchen, so wie diesen extrem coolen Eisbären hier, der unbedingt mit aufs Bild wollte.

Jack Stewardess Reisebaerchen

 

Zurück zum Grund der Reise. Für jeden der zur See fährt ist es mittlerweile Vorschrift ein seemännisches Sicherheitstraining zu absolvieren. Dort wird gelehrt wie man sich bei Notfällen an Bord eines Hochseeschiffes korrekt verhält. Wie man etwa Feuer an Bord bekämpft, wie das mit den Rettungsbooten funktioniert oder wie man  sich bei “Mann über Bord” verhält. Letzteres heißt inzwischen übrigens offiziell “Person über Bord” – ein Überbleibsel der Emanzipationsbewegung. Ich frage mich was die tun, wenn ein “Bär über Bord “ geht.

Handfackeln Hier wurden grad Handfackeln gezündet und abgebrannt.

Jack netteBekanntschaftFür mich als alten Seebären ist das natürlich alles ein alter Hut, aber für meinen Herren, den künftigen AIDA-DJ Dan, war das komplettes Neuland.  Und so wurde er eine Woche lang theoretisch und praktisch mit den Grundlagen moderner Sicherheitssysteme und Vorschriften vertraut gemacht. Mit von der Partie waren jede Menge nette Jungs und Mädels, von der Fotografin über den Koch bis hin zur Tänzerin für das Show-Ensemble an Bord der Kreuzfahrtschiffe. Und das nicht nur für die Clubschiffe der AIDA-Flotte, auch für die MS Bremen oder die MS Europa wurde dort das Personal geschult. Letztere brechen übrigens im Winter zu einer fünfmonatigen Kreuzfahrt durch die Südsee auf – beneidenswert! Aber arbeitstechnisch ist das wohl nicht so der Bringer auf den sogenannten Mumienkutschen. 😉

 

Auf meinen Erkundungen im alten Rostocker Hafen entdeckte ich dann tatsächlich noch einen echten Seebären, guckt Euch das mal an:Seebaer

Eine kleine Hafentour damit war leider nicht möglich. 😦

Jack Monis-Imbiss-Rostock Bestens versorgt wurden wir in dieser Zeit übrigens von Moni’s Imbiss und Ihrem supernetten Team, die mich gleich ins Herz geschlossen hatten – angeblich wegen des netten bayerischen Dialektes meines Herren – ich tippe da ja eher auf mich alten Charmingbär! 😉 Danke Moni-Maus!

Ansonsten war es recht lustig, spontan und unterhaltsam, insbesondere mit der zweiten Fuhre Aidiander, welche sich zwei der Kurstage in Sachen Vorschriften und Benehmen an Bord der AIDA-Schiffe mit uns teilten. Als ob ein oller Bär wie ich nicht wüßte, wie man sich so verhält – grad gegenüber den weiblichen Gästen. Schade, dass die fast alle Kursteilnehmer auf unterschiedliche Schiffe zu unterschiedlichen Zeiten geschickt wurden. Aus meinem Kurs werde ich wohl nur den Smutje Andy wiedersehen. *schnüff*

Schade war übrigens auch, dass wir nicht mit dieser wirklich süßen Maschine zurück nach München geflogen sind:

GoldbAIR

Ein Flug mit GoldbAIR wäre doch noch der Hit gewesen! 😉

Nun heißt es Koffer packen und nix vergessen, denn am Freitag geht es ab in den Süden, ab nach Heraklon, der Hafenstadt auf Kreta. Höchste Zeit wird es für meine neunwöchige Kreuzfahrt an Bord der AIDAvita durch das westliche Mittelmeer!

Leinen looooooos!

Anbei noch ein paar Impressionen der Kurzreise:

Rostocker-Hafen

Der Rostocker Hafen in der Dämmerung und bei Sonnenaufgang…

Rostocker-Hafen-2
Hier noch drei Schnappschüsse vom Rückflug nach München:

Sonnenuntergang-mit-Propeller-1 Sonnenuntergang-mit-Propeller-2 Gewitterzelle

7 Tage AIDAaura in der Karibik

Ahoi meine lieben Möchtegern-Kreuzfahrer!

Nachdem die meisten Leser des Blogs sehr an Reisen an Bord der AIDA Clubschiffe interessiert sind, erlaube ich heute meinem Herren und Besitzer als Gastschreiber hier über seine erste Reise an Bord der AIDAaura (dem Schwesterschiff der AIDAvita) zu berichten. Diese Kreuzfahrt fand bereits 2007 statt und war einer der Gründe, warum sich DJ Dan als DJ an Bord der AIDA beworben hat. Damals gab es mich noch gar nicht, ebenso gab es noch keine Digitale Spiegelreflexkamera, weshalb die Bilder nicht ganz so exzellent sind – aber sei’s drum…

Here we go – enjoy the show!

AIDA-Reise-Gewinn-GutscheinEin Glücksfall erster Kajüte sorgte am Samstag vor Weihnachten 2006 dafür, daß ich nach meinem siebten Anruf, kurz vor Ende der Reisesendung WOLKENLOS endlich durch kam, meinen Namen auf Band sprechen durfte und tatsächlich einige Minuten später als überglücklicher Gewinner einer AIDA-Kreuzfahrt für zwei Personen gezogen wurde – inkl. 500,– Euro Taschengeld von VOX / RTL und Unterbringung in einer Aussenkabine! Was für ein Hammer… ES FUNKTIONIERT! ;-P (Ich glaub wir haben damals den ganzen Wohnblock mit unserem Jubelschrei aufgeschreckt!)

Nach bangem Warten über die Feiertage kam dann Anfang Januar 2007 endlich der erlösende Anruf vom Redakteur der Sendung und wir hatten die Sicherheit, daß es Ende März nach Jamaika ging um an Bord des Clubschiffes AIDAaura eine ganze Woche lang durch die Karibik zu schippern. Kurz darauf war auch das Taschengeld auf dem Konto und der Gutschein flatterte in’s Haus.  Nach einer freundlichen Beratung von AIDA-Cruises am Telefon reservierten wir eine Aussenkabine in der Schiffsmitte, wo der Aufenthalt auch bei extremem Wellengang wenig Seekrankheit verursachen soll…

AIDAaura
Die Karibik Route aura 2 ging damals noch von Montego Bay auf Jamaika über Cozumel auf der Halbinsel Cancun in Mexico, Belize City, Honduras und Grand Cayman zurück nach Jamaika. (Honduras ist inzwischen leider nicht mehr im Programm, daher tu ich mir auch schwer einen passenden Routenplan als Bild zu finden.)

Flughafen München SchneeregenZum Abschied aus Deutschland regnete und schneite es tatsächlich noch einmal, aber das war uns dann auch schon herzlich egal, denn einen knappen Tag später sollten wir dann schon „The sun of Jamaica“ auf unserer Haut spüren. Nach Ihrer letzten Zigarette vor dem Check-in konnte ich auch meine Begleitung endlich zum Boarding überreden…
Anstrengend ist es immer, wenn man mehr als fünf Stunden im Flugzeug sitzt. Auf dieser Reise wurden es geschlagene zehneinhalb Stunden. Mit viel Lesen, iPod hören, Bordfilmchen gucken und dem vergeblichen Versuch ein wenig Schlaf zu finden verging die Zeit dann einigermaßen erträglich.

Endlich am Ziel in Montego Bay angekommen waren wir dann erst einmal ziemlich erschlagen…

AIDAaura Jamaika Montego Bay HafenNach der kurzen Busfahrt zum Hafen und einem kühlen Begrüßungsdrink standen wir dann rechtzeitig zum Sonnenuntergang vor unserer Heimat für die kommende Woche – die AIDAaura, in all ihrer Pracht. 13 Stockwerke hoch stand der Riesenpott vor uns und wir stellten uns ernsthaft die Frage, wie dieses Ungetüm aus Metall schwimmen kann…

Die Koffer wurden vom fleißigen Personal an Bord gebracht und vor unsere Kabine gestellt, während wir uns die Zeit nahmen das Schiff ein wenig zu erkunden.

Nachdem wir aber von der langen Reise, dem Klimawechsel und der Zeitverschiebung ziemlich am Ende unserer Kräfte waren, gab es nach dem Essen nur noch einen kleinen Cocktail und dann ging es trotz laufender Poolparty ab in die Federn…

Daniel AIDA RelaxenDer erste Tag an Bord war ein Seetag, denn die Reise Richtung Mexico dauerte etwas und so war nach der vorgeschriebenen obligatorischen Seenotrettungsübung / dem Drill gegen 11:00 Uhr morgens genug Zeit sich in die Sonne zu legen, ein paar Spielchen mit der netten Animation an Bord mit zu machen und frisch gegrillte Leckereien unter strahlender Sonne auf dem Pooldeck zu genießen. Beim Erraten bekannter Filmmelodien am Nachmittag staubte ich dann zusammen mit einem anderen Passagier den ersten Platz ab und ergatterte mir eine AIDA-Kappe. Naja, so als hauptberuflicher DJ in München und Oberbayern hat man halt doch einiges an musikalischer Erfahrung vorzuweisen… *grins*

AIDAaura Richtung Mexico SonnenuntergangDa es Richtung Westen ging fuhren wir mit 27° Grad warmem Wasser unter dem Kiel dem Sonnenuntergang entgegen und konnten es kaum erwarten endlich fremde Gefilde zu erkunden, denn von Montego Bay hatten wir leider kaum etwas gesehen…

Am Abend stellten wir Kleingläubigen dann mit Erschrecken fest, daß EC-Karte nicht gleich Kreditkarte ist. Obwohl wir uns an Bord eines deutschen Kreuzfahrtschiffes glaubten, wurden an Bord keine anderen Zahlungsmittel als Bargeld und Kreditkarte akzeptiert. So mußten wir schleunigst einige teure Ausflüge welche wir bereits vorab reserviert hatten streichen, da wir keine Ahnung hatten wo wir in der Karibik mit unseren EC-Karten Bargeld für die knappe Reisekasse abheben konnten um am Ende der Reise die auf der Bordkarte angefallenen Kosten zu bezahlen. Die nette Dame an der Rezeption meinte, daß Grand Cayman eine bekanntes Steuerparadies und auch eine Bankeninsel sei und dort am ehesten die Chance zur Bargeldabhebung mit der EC-Karte bestünde, dazu aber später mehr…

Soviel schon mal vorab:
Verlaßt Euch außerhalb Europas bloß nicht auf die EC-Karte!
😉

Sonnenaufgang Cozumel Cancun MexicoDank anhaltendem Jetlag konnten wir es am Folgetag kaum erwarten in Cozumel anzulegen, denn frische Luft, Licht und Bewegung sorgen dafür, daß es einem schnel wieder besser geht.  Unseren Ausflug zu den Delphinen hatten wir am Vortag aus Kostengründen gecancelt und so machten wir uns zu Fuß auf den Weg Richtung City.

Daniel AIDAaura Cozumel Cancun Mexico HafenUnser Anlegeplatz war noch von einem der heftigen Herbststürme angegriffen und der Hauptanlegeplatz für die wirklich großen Schiffe lag ein Stück weiter Richtung Stadt. Dort lag die riesige Carnival Glory vor Anker – genau DAS Teil und die Einkaufsstrasse dort wollten wir uns genauer anschauen…

Der Weg zog sich ganz schon und bei der Hitze war es schon eine ziemiche Anstrengung bis wir endlich am Ziel waren. Dort gab es nicht nur diesen Riesenkreuzer mit Platz für 3500 Passagiere sondern auch gleich die passende Shoppingmall dazu, nur für die hauptsächlich amerikanische Kundschaft eingerichtet, mit jeder Menge billigem Gold, Alkohol, T-Shirts und sogar einem klitzekleinen Hard Rock Cafe.

Carnival Glory Cancun Cozumel Mexico BegrüssungVor der Carnival Glory wurden die Gäste von „Maya-Kriegern“ in deren historischen Federkostümen begrüßt. Soviel Luxus hatten wir von der AIDA nicht… 😉

Ein Stückchen weiter die Straße hinunter fing dann die richtige Stadt an, in der sogar noch Eselskarren fuhren. Der Anblick der schmutzigen Straßen ließ uns schnell wieder umkehren. Wir besorgten uns „Mexican Viagra“ in Form eines leckeren Tequilla-Honig-Likörs und eine kleine Flasche Meskal samt Raupe, die immer noch verschlossen daheim im Schrank steht, weil sich bisher keiner traute das Zeug zu trinken… ;o)

Für den langen Weg zurück nahmen wir ein Taxi, welches uns mit knapp drei US-Dollar Fahrpreis recht günstig erschien, jedoch konnte der Fahrer natürlich nicht auf unseren Fünfer rausgeben und sackte somit wesentlich mehr Trinkgeld ein als er bekommen hätte…

Haltet also immer schön passendes Kleingeld parat auf Reisen,
man zieht Euch auf Reisen (leider) wo man kann über den Tisch!

Frühstück auf der AIDAAn Bord der AIDA hatten wir natürlich Vollpension und so waren lediglich Extras wie der Wellnessbereich, Getränke an der Bar oder Fotografien vom Bordfotografen zu bezahlen. Sämtliche Buffets und die Getränke zum Essen waren natürlich kostenlos und mehr als reichlich. Die Qualität des Essens an Bord entsprach dem gehobenen deutschen Standard. Schön und lecker war das Nutella zum Frühstück, wie man hier unschwer erkennen kann. Das Bild entstand kurz vor Belize, dem grünen Juwel im Herzen Mittelamerikas.  Mit einem Tenderboot ging es schön wackelig an Land…

Belize Dschungel

Im ehemaligen britisch Honduras spricht man Englisch und die einzig gut geteerte Straße ist der Highway von Nord nach Süd. Entsprechend holprig ging es weiter, raus aus Belize City Richtung Dschungel, denn wir hatten eine geführte Wanderung im Regenwald gebucht. Seinem Namen alle Ehre machend wurden wir im Bacab Eco Park Belize auch gleich mit einem Wolkenbruch vor Ort begrüßt und so verschob sich das geplante Programm leider etwas. Die Führung durch die grüne Hölle war schön, aber schweißtreibend. 😉

Viele Tiere gab es leider nicht zu sehen, dafür jede Menge Pflanzen und ein lecker Essen nach der Dschungelwanderung…

Zurück am Hafen gab es eine weitere Chance zum Shopping und so kaufte ich ein Fläschchen von dem Zeug, welches ich Mittags zum Essen im Dschungelcamp hatte:

Mary Sharp’s Belizean Heat
Ein wahres Teufelszeug, diese lecker-scharfe Habanero-Soße! >;-)

Nach dem Abendessen und einem kurzen Besuch in der Anytime Bar zum Feierabendbierchen mit angenehmer Hintergrundbeschallung, holte uns sehr schnell wieder die Müdigkeit ein. Der Tag war lange gewesen, wir waren aktiv und das Klima einfach nicht gewohnt. So ging es gemächlich auf die Kabine, wo wir nach ein wenig Bordfernsehen schnell einschliefen. Generell kann man sehr gut an Bord dieses Schiffes schlafen. Man hört in der eigenen Unterkunft so gut wie nichts von den anderen Mitreisenden und auch den Wellengang spürt man dank ausgefahrener Stabilisatoren auf diesen moderen Kreuzfahrtschiffen nicht. Selbst unerfahrene Reisende sollten hier kein Problem haben sich wohl zu fühlen…

Neuer Tag – neues Land – so läuft das mit den Erlebnisreisen an Bord eines Schiffes der AIDA-Flotte und dieses Konzept geht wunderbar auf. Man schläft in einem fahrenden Hotel und erwacht gut erholt an einem neuen, interessanten Ziel…

Honduras San Pedro Sula Schulbus
Nächste Station war Honduras, wo meine Begleitung einen Wellnesstag einlegte und ich unbedingt sehen wollte wo und wie Kaffee gemacht wird. Mit einem lokalen Schulbus ging es auf dieser etwas anderen Kaffeefahrt, vorbei an zahlreichen Ortschaften mit teils sehr heruntergekommenen Häuschen, vom Meer ins Landesinnere nach San Pedro Sula. Eine andere Option wäre übrigens ein sicher auch sehr interessanter Besuch auf einer Bananen-Plantage gewesen…

Wie alle Länder Mittelamerikas ist auch Honduras ein sehr armes Land, was man an jeder Ecke sehen kann. Private Firmen und öffentliche Plätze werden von schwer bewaffneten Wachposten geschützt. Diese politisch unsichere Lage dort war wohl ein Grund diese schöne Destination von der Route der AIDA-Schiffe zu verbannen – schade drum!

Shopping Einkaufen Honduras San Pedro SulaZuerst durften wir ein wenig shoppen, wobei man sich das nicht so vorstellen darf wie in einem Einkaufszentrum in Deutschland oder auf einem Marktplatz in der Türkei. Hier gab es eine riesige, überdachte Halle mit Flohmarkt-Flair, wo man wirklich alles bekam, was man als Tourist oder zum Überleben braucht. Klamotten, Essen, Getränke, Möbel, Zigarren, Seife, Parfüm, und, und, und…

Dazu lief im Hintergrund Live-Musik von einer kleinen Familie, welche auf einem Xylophon folkloristische Melodien spielte. Klingt jetzt ein wenig idyllisch und machte auf mich auch diesen Eindruck – aber nichts schien gestellt…

Daniel Kaffeefabrik Honduras San Pedro SulaDanach ging es direkt weiter zur Kaffee-Fabrik (Sogimex, Coffee of Honduras) und das war dann wirklich ein Erlebnis. Nach einem Empfang mit frischem Kaffee (samt amerikanischem Kaffeeweisser) und kühlem Wasser ging es direkt in die kleine Fabrik – samt Schutzhelm und Atemmaske, denn was da drin so an Fremdstoffen durch die Luft fliegt ist für europäische Nasen und Münder nix. Die Arbeiter hingegen schufteten dort ohne jeglichen Schutz.

Im Prinzip wurde dort der angelieferte Rohkaffee von seinen Fremdstoffen wie der Schale und den Ästen gereinigt und in drei Qualitäts-Kategorien aufgeteilt. Die schlechteste, bei welcher man selten erkennen konnte, daß es wirklich eine Bohne war, wurde für die landeseigene Produktion verwendet. Die mittlere Qualiät bestand aus handelsüblichen Bohnen, wie man sie auch hier im Supermarkt kaufen kann. Die beste Qualität, wo wirklich jede Bohne aussieht wie die andere, wurde als BIO-Kaffee verkauft.

San Pedro Sula Honduras KaffeefabrikDie Kaffeeröstung selbst wurde dann erst beim Abnehmer der Bohnen gemacht, denn dabei entfaltet sich das Aroma und wenn die Bohnen erst noch Wochen auf einem Containerschiff unterwegs sind bringt das nix.

Abgepackt wurde das Endergebnis in handelsübliche Säcke mit 69,5 Kilo, wie man auf dem Bild nebenan schön sehen kann. Diese Säcke wurden dann im Akkord von den Arbeitern in der Lagerhalle nebenan gestapelt.

Zum Abschluß zeigte uns der wirklich nette Vorarbeiter noch wie die Bohnen von Hand über der Flamme geröstet wurden und das extrem gut duftende Endergebnis durften wir dann abgepackt in 250 Gramm Säckchen kaufen und mit nach Hause nehmen. Dem Geschmack dieses tollen Kaffees trauere ich heut noch nach, denn was unser Kaffeevollautomat aus diesen frischen Bohnen zuhause zauberte war wirklich vom Feinsten – und geschmachlich wesentlich besser als der angeblich so tolle BLUE MOUNTAIN Kaffee von Jamaika!

Sundonwer AIDAaura
Schon gegen Mittag war ich wieder an Bord zurück und konnte den Nachmittag noch etwas in der Sonne relaxen und vor dem Abendessen noch einen lecker Sundowner in Form eines frischen Mojito am Heck der AIDAaura genießen.  Richtung Grand Cayman lag nun ein weiterer Seetag vor uns, welchen wir mit Sonnenbaden und Ausruhen auf der Kabine verbrachten. Auch wenn bisher jeden Abend eine tolle Show lief schafften wir es erst an diesem Tag das Theater zu besuchen und waren schwer beeindruckt von allem was das Entertainment-Team so auf die Beine stellte. SeeLive-Tivoli hat sich da echt viel Mühe gegeben, sowohl bei der Auswahl der Shows, als auch bei der Wahl und der Ausbildung der Künstler.

Stingray City Grand Cayman IslandDer letzte wirkliche Landgang bildete dann auch das absolute Highlight der Reise – das Steuerparadies Cayman Island! Das Beste zum Schluß…
Im azurblauen Wasser der karibischen See ging es begleitet von Reggae-Klängen hinaus nach Stingray City, einer Sandbank im Nordwesten der Insel, wo Stachelrochen in den 60er-Jahren durch Fischabfälle angefüttert wurden. Mit diesen zahmen, samtweichen Tieren kann man dann schwimmen und schnorcheln, ja man darf sie sogar knutschen – es soll sieben Jahre Glück bringen! Zwar sind viele Touristenboote vor Ort, aber das stört nicht wirklich dieses einmalige Erlebnis.

Daniel Hard Rock Cafe Grand Cayman Islands

Am Nachmittag fanden wir dann nach einem gemütlichen Spaziergang über den Marktplatz der Hauptstadt endlich die lange gesuchte Bank, die auch unsere EC-Karten mit Maestro-Logo annahm. Das königlich kanadische Bankhaus akzeptierte uns auf Anhieb und so konnten wir uns zum Abschluß der Reise noch den Besuch im Hard Rock Cafe Cayman Islands leisten.

Die Abbuchungsgebühren von dieser kanadischen Bank in der Karibik waren übrigens im Nachhinein günstiger, als wenn wir in Deutschland vom Automaten einer fremden Bank abgebucht hätten… *kopfschüttel*

AIDA letzter Sonnenuntergang Karibik
Nach der Rückkehr an Bord genossen wir den letzten traumhaften Sonnenuntergang dieser einmaligen Reise und machten uns nach dem Abendessen daran unsere Koffer wieder zu packen. Am nächsten Tag sollte das Schiff wieder in Montego Bay einlaufen und die Kreuzfahrt ein glückliches Ende finden.

Doch eine böse Überaschung wartete noch auf mich, als ich beim Warten auf unsere Abholung einen älteren Herren beim Klo-Flitzen beobachtete. Mehrere Gäste, u.a. auch meine Wenigkeit, hatten sich irgendwo noch einen Durchfall eingefangen. Supertolle Sache – mit Diarrhoe über neun Stunden im Flieger sitzen, das wollte ich nicht… 😦

Und so konsultierte ich von unserem letzten Bargeld noch die Bordärztin, welche mir nach einer kurzen Untersuchung IMODIUM AKUT für den Heimflug verpaßte, was mich über 50,– Euro kostete. Zwar wurde das Geld anstandslos von der ADAC-Reiseversicherung bezahlt, aber der Rückflug war alles andere entspannend… 😉 Sorgt also immer für eine gut ausgestattete Reiseapotheke – es lohnt sich auf jeden Fall!

Ein kleiner Tipp noch für die Insel Jamaica selbst:
RESPECT ist dort das einzige was wirklich zählt und gemeint ist damit Trinkgeld in respektabler Höhe. Inzwischen nimmt man dank des Wechselkurses lieber Euro als Dollar. Laßt Euch bitte nicht abzocken und tragt oder rollt Euren Koffer selbst die paar Meter zur Abfertigung, denn die schwarzen Jungs die da stehen sind nicht von der Reisegesellschaft… wir dachten es und wurden zur Kasse gebeten! :-/

AIDA DJ Dan
Dennoch schwor ich mir damals wieder einmal eine Kreuzfahrt zu machen, wollte aber dieses Mal Teil der Crew sein und so war ich im November 2008 auf dem AIDA Assesment Center für den Posten als Discjockey an Bord der Clubschiffe der AIDA-Flotte in Hamburg. Zwei Tage wurde ich vorallem auf Teamfähigkeit und natürlich auf mein unterhaltendes Talent getestet, für gut befunden und beginne meine erste Tour von neun Wochen an Bord der AIDAvita auf eigenen Wunsch am 28. August 2009 im westlichen Mittelmeer. Davon wird dann in diesem Blog der kleine Seeräubär Jack Bearow berichten.

Sollte die erste Tour gut laufen steht das zweite Engagement für acht weitere Wochen ab dem 14. Dezember 2009 in der Karibik auf dem Plan. Weihnachten und Silvester unter karibischer Sonne… was kann es auf Erden schöneres geben frage ich Euch? 🙂

Schiffsroute für die erste AIDAvita-Tour

Ahoi Ihr Landratten, es gibt neues zu berichten!

Man was war  das für eine Hackerei gestern auf der Tastatur hier. Aber mit der Hilfe meines neuen Herren hab ich dann tatsächlich das gefunden was ich wollte:

Die Routen für die erste Kreuzfahrt an Bord des Vergnügungsdampfers AIDAvita vom 28.08. – 30.10.2009 – wobei die letzte Tour eine Charterfahrt für eine große, deutsche Fluggesellschaft ist…:-)
So sieht dieses stolze Schiff aus:

AIDAvita

Die AIDAvita ist 202,85 Meter lang, hat 12 Decks,  633 Passagierkabinen, 5 Bars,  1 Discothek, 3 Restaurants und 389 Mann Besatzung. Heiliges Senkblei, was für ein Riesenpott!

Zwei Monate dauert die erste Tour an Bord und sie führt über die beiden folgenden Routen:

Route Mittelmeer 15

AIDAvita westliches Mittelmeer Route 1

  • Sonntag      Palma de Mallorca      Mallorca
  • Dienstag     Rom     Italien
  • Mittwoch     Ajaccio     Korsika
  • Donnerstag     Cannes     Frankreich
  • Samstag     Valencia     Spanien
  • Sonntag     Palma de Mallorca     Mallorca

Route Mittelmeer 16

AIDAvita westliches Mittelmeer Route 2

  • Sonntag     Palma de Mallorca     Mallorca
  • Dienstag     Tunis / La Goulette     Tunesien
  • Mittwoch     Valletta      Malta
  • Donerstag     Catania     Sizilien
  • Freitag     Neapel     Italien
  • Sonntag     Palma de Mallorca     Mallorca

DAS nenn ich doch mal eine Reise auf der es viel zu sehen und zu fotografieren gibt. Die neue Digitale Spiegelreflexkamera wurde übrigens auch schon bestellt und sollte die nächsten Tage geliefert werden. Hoffentlich schimpft das Frauchen nicht zu sehr…

Bald erzähle ich Euch von der zweiten Tour, dann geht es in die Karibik zu den richtigen Bäraten! 😉

AIDA Mittelmeer