Ein toller Tag in Wicklow–Irland

Shelly Jack

Ahoi und Hallo meine lieben Blogleser,

heute geht es endlich mal um meine Kurzreise nach Irland, wo ich Anfang März 2013 meine dort lebende Schwester Michaela und deren Tochter Michelle besucht habe. Nach über zehn Jahren Abstinenz von Irland wurde es aber auch mal wieder höchste Zeit! Smiley

Meine fünf Tage auf der grünen Insel waren recht spontan gebucht und so freute es mich umso mehr, daß gleich zwei interessante Ausflüge auf dem Plan standen. Klein Shelly hat für diese beiden Tage sogar extra schulfrei bekommen und auch wenn sie auf dem Bild nebenan noch sehr müde aussieht, war sie doch sehr aufgedreht und wir hatten viel Spaß.

Ireland-Wicklow-MarketplaceVon Shellys Heimatstadt Arklow in der Grafschaft Wicklow ging es mit der Irish Rail schon frühmorgens an der Ostküste entlang Richtung Norden. Ein kalter und stürmischer Wind sollte uns durch diesen sonnigen Tag begleiten – typisch irisches Wetter eben. Mit heißem Instant-Kaffee aus dem Bordverkauf der Eisenbahn wurde auf der kurzweiligen Fahrt die irische Kälte und restliche Müdigkeit aus den Knochen vertrieben und so wanderten wir in Wicklow angekommen gemütlich in Richtung Innenstadt. Nach einem kurzen Abstecher im malerischen kleinen Hafen der Stadt ging es hinauf zu den Ruinen von Black Castle. Belohnt wurden wir dann mit einer grandiosen Aussicht, aber überzeugt Euch selbst davon…

 

Ireland-Wicklow-Harbour

Als alter Seebär kann ich bei solch hübschen Schaluppen nicht widerstehen… Smiley

Wicklow_Hafen02

Wicklow-Hafen01

Hier nun der Ausblick von Black Castle auf den Leuchtturm von Wicklow.

Irland-Wicklow-Leuchtturm

Die Ruinen von Black Castle, welches 1301 komplett zerstört wurde.

Wicklow-Ireland-BlackCastleWicklow-Ireland-Black-Castle

Der Blick vom Wicklow Castle Field Richtung Golfplatz an der Küste.

Wicklow-Ireland-CastleField

Jack Canon-Wicklow

Natürlich musste noch der obligatorische Schnappschuss in der Kanone sein, denn schließlich ist der kleine Seeräubär Jack Bearow doch der Knaller, oder nicht? Zwinkerndes Smiley

Auf unserem Weg zurück zum Marktplatz entdeckten wir dann ein Plakat mit dem Aufruf sich an einem Weltrekordversuch zu beteiligen: Die meisten St. Patrick auf einem Haufen! Leider war ich am großen irischen Feiertag St. Patricks Day nicht mehr im Lande, sonst wäre ich sicher mit dabei gewesen, aber soll ich Euch was sagen? Sie haben es geschafft! Sage und Schreibe 964 Paddys waren angetreten und haben damit den Weltrekord tatsächlich geschafft! Hier der Bericht der lokalen Zeitung dazu http://www.wicklownews.net/Post/2013/3/4296/most-stpatricks-record-broken-in-wicklow-town. Und dann tanzten die verrückten Iren auch noch den Harlem Shake dazu… aber seht selbst:

 

HappyPaddysDay“Happy Paddys Day!”, wünsche ich da noch nachträglich. Smiley

Nach einem ausgiebigen und sehr leckerem Frühstück im kleinen aber feinen Beier Coffee Shop, direkt am Wicklow Market Square, ging es dann endlich zum Hauptprogrammpunkt des Tages, dem WICKLOW HISTORIC GAOL!

IrelandWicklowHistoricGoalWicklow-Jack-Jailed

In diesem Gebäude aus dem frühen 18. Jahrhundert wird das Gefängnisleben in dieser harten Zeit sehr realistisch nachgestellt. Die sehr persönlichen und mehr als interessanten Führungen durch die historischen Gemäuer bringen einem den Knast-Alltag sehr viel näher. Wer hier eingebuchtet wurde hatte nichts mehr zu lachen… oder was meint Ihr dazu? Trauriges Smiley

Außerdem sagt man dem Ort paranormale Erscheinungen nach. Mehrmals im Jahr gibt es daher auch entsprechende Events und man kann die Location auch für Partys und Übernachtungen mit Gänsehaut-Garantie mieten. Eine sehr gelungene Touristen-Attraktion – keineswegs eine Touristenfalle. Auch für Kinder ab acht Jahren ist dieses teils gruselige Erlebnis empfehlenswert.

Hier nun die Eindrücke in Bildern…

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Der Zellentrakt des Wicklow Historic Jail von unten und von oben.

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Unser sehr freundlicher und lustiger Gefängniswärter Patrick.

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Szenen aus dem Alltag eines irischen Gefängnisses des 18. Jahrhunderts.

Wicklow-Goal-trappedWicklow-Jail-LadyIrland-Wicklow-GefaengnissJack-Wicklow-JailDas Leben in diesem Zeitalter war gewiss kein leichtes, aber dann noch wegen Kleinigkeiten wie Apfeldiebstahl oder Herumlungern eingesperrt und gequält zu werden… herrjeh! Trauriges Smiley

Trotz mangelnder Hygiene und viel zu wenig Nahrung ging es zur Strafe für besonders böse Häftlinge auch noch auf die Tretmühle im Innenhof. 8-12 Stunden abstrampeln ohne Sinn und Zweck waren sicher eine ebenso quälende Angelegenheit wie ausgepeitscht zu werden.

Später wurden hier auch Gefangene vor dem Transport in die Strafkolonien Australien und Tasmanien “zwischengelagert" bevor es auf die lange Überfahrt ging – ein Überleben an Bord war nicht sicher.  Wicklow-Jail-Treadwheel-Tretmuehle1

Jack-Gun

Der kleine Seeräubar Jack Bearow hätte hier schon einen Ausbruchsplan geschmiedet, aber für uns ging es dann nach dem gut einstündigen Erlebnis ab in den Giftshop und in’s Cafe um dort die irische Gastfreundschaft bei einem Kännchen starkem Earl Gray und Muffins zu genießen. Danke noch einmal für diesen tollen Tag an Michaela, Michelle und Patrick aus Wicklow! Smiley

 

Wicklow-Jail-MenuAlles in allem war es ein sehr gelungener Ausflug und gerade trotz des kalten Wetters zu dieser Jahreszeit fiel eines wieder einmal ganz besonders auf:
Die herzerwärmende Freundlichkeit der Menschen auf dieser grünen Insel Irland.

I’ll be back, sooner than you think
– that’s for sure!
Wicklow-Jail-Jack Patrick

Von den weiteren Erlebnissen in Irland berichte ich bei Zeiten gerne, unter anderem war ich in Dublin im weltberühmten Guinness Storehouse, doch dazu ein ander mal mehr.

Jetzt bereite ich mich erst einmal auf den Urlaub meines Lebens vor: Drei Wochen USA mit Las Vegas und Hawaii stehen an… uiuiui! Das wird ein Abenteuer sondersgleichen!

Besuch der Urlaubsmesse CMT Stuttgart

Koenig-Jack-Bearow

Ahoi Ihr Landratten!

 

Nach über einem Jahr Funkstille wird es höchste Eisenbahn mal wieder ein wenig zu bloggen.

Mittlerweile warten Berichte aus Mallorca, der Toskana und anderen tollen Reisezielen, es fehlte schlicht die Zeit zum Bloggen. Und dieses Jahr stehen bisher bereits Irland, Las Vegas und Hawaii (inklusive Kreuzfahrt!) sowie Italien auf dem Plan.

Es wird sich also wieder einiges hier tun…

 

CMT-Stuttgart-2013Doch bevor der kleine Bär wieder hinaus in die große weite Welt wandert , hier ein Bericht seines Besuches der Messe Stuttgart im Rahmen der zweitgrößten Reise- und Urlaubs-Messe Deutschlands: Die CMT!
Die wirklich netten Betreiber der Messe Stuttgart hatten mich bärsönlich eingeladen am allerersten Bloggerstammtisch teilzunehmen und das ließ ich mir nicht zweimal sagen!

Flux wurde ein Hotel gebucht und zwar direkt an der Messe – was sich als absoluter Glücksfall herausstellte, denn das Mövenpick Hotel Stuttgart Airport & Messe ist ein Haus der Extraklasse. Für ein paar Euro mehr hatten wir ein Relax-Package gebucht und wurden nach dem Drei-Gang-Menü zum Abendessen noch mit einer 15-Minütigen-Wohlfühl-Massage im Wellness-Bereich des weitläufigen Hotels verwöhnt. Im großen Doppelzimmer stand dann ein Früchtekorb bereit und in das Bett konnte man sich so richtig einkuscheln. Das komplette Bad stammte scheinbar vom Designer und lud zu mehr als nur Händewaschen ein. Unser Original-Mövenpick-Frühstück am folgenden Morgen toppte das Ganze dann noch, denn neben Show-Cooking und einer großen Auswahl an allen möglichen Leckereien gab es auch die hochwertigen Original Mövenpick Produkte, wie Joghurt, Marmelade und sogar Coffee-to-Go. So waren wir gut gestärkt für den langen Messetag. Vom Flughafen Stuttgart, direkt nebenan, hat man übrigens nichts mitbekommen – eine Oase der Ruhe inmitten des hektischen Reise-Alltags! Daumen hoch von Jack Bearow, wir kommen gerne wieder!

Lesetipp: MARCO POLO Stadtführer Stuttgart 2013. Events, Kultur, Ausgehen, Essen & Trinken, Shopping, Neueröffnungen, Cityatlas.

Das Auto durfte bis zum Abend in der hoteleigenen Tiefgarage stehen bleiben und so lag lediglich ein kurzer Fußweg zum Messegelände vor uns. Nach einer kurzen Akkreditierung ging es direkt in die Presselounge der Messe Stuttgart wo wir sehr freundlich mit Kaffee und Pressematerial begrüßt wurden. (Später gab es sogar noch einen feinen Eintopf mit Würstchen und Brot). Kurz darauf ging es dann los mit dem Blogger-Stammtisch, welcher zwar sehr klein, aber auch sehr interessant war. Neben drei Verantwortlichen der Messe Stuttgart waren u.a. auch die Blogger Jo Igele und ein alter Bekannter namens Hubert Mayer vor Ort – aber auch zwei Vertreter des Wohnmobil- und Caravan-Herstellers Knaus Tabbert GmbH interessierten sich für die illustre Runde. Nach einer Stunde in der großen Gesprächsrunde war es dann Zeit für die Eröffnung der neuen Republik Caravanien – was mir die Gelegenheit gab die Messe auf eigene Faust zu erkunden…

CMT-Messe-Stuttgart

Jugendherbergen.deNachdem es ein Sonntag war, waren die Hallen entsprechend voll mit jeder Menge anderer Fernwehgeplagten, was ein schleuniges Vorankommen erst einmal schwierig gestaltete. Auf den unterschiedlichen Ständen wurden neben den neusten Wohnmobilen auch Reiseziele in Deutschland und auf der ganzen Welt angeboten. Bei vielen Reiseanbietern gab es tolle Gewinnspiele, leider haben wir bisher nichts gewonnen. Der freche Löwe nebenan ist übrigens von Jugendherberge.de. Smiley

Irland

Große Länder wie die USA, Kanada, Australien oder Brasilien zeigten sich von Ihren besten Seiten. Am Gemeinschaftsstand von Irland war dann sogar ein ganzes Pub nachgebildet – inklusive frisch gezapftem Guinness und tollem Livegesang. Das erinnerte mich an meine schöne Zeit auf der grünen Insel und daran, daß es höchste Zeit wird mal wieder dort hin zu fahren – im März ist es dann so weit… ich werde berichten! Zwinkerndes Smiley

Caravan-LuftballonSelbst für die Kinderunterhaltung war gesorgt, so konnten sich auch die genervten Eltern zwischendurch etwas Ruhe gönnen. Nebenan seht Ihr übrigens den wohl leichtesten Wohnwagen der Welt. Ganze zwei Kilogramm wog der Traum aus Luftballons.
Die richtigen Wohnwägen hingegen brachten da schon etwas mehr auf die Waage und waren auch entsprechend beeindruckend anzusehen. Es ist wirklich toll, was in diesen rollenden Häusern inzwischen alles verfügbar ist. Neben bequemen Betten samt Sat-TV und guter Soundanlage, erstaunlich geräumigen Nasszellen und großen Küchen gibt es auch ein wirklich gemütliches Cockpit. Das Reisen in diesen Schiffen der Landstraße kann ich mir sehr gut vorstellen, mal sehen ob ich mir mal eines für die Toskana im Herbst ausleihe…

Caravan-Bett

Caravan-Küche

Caravan-Cockpit

 

Alles in allem bietet die CMT in Stuttgart tolle Inspirationen für neue Reiseziele, interessante Anbieter aus aller Welt und auch erfahrene Reisende, die einiges zu erzählen haben. Sollte nächstes Jahr wieder zum Bloggerstammtisch geladen werden, nehme ich mir sicher zwei Tage Zeit all das anzusehen um darüber zu berichten. Und das nicht nur wegen des tollen Mövenpick-Hotels direkt neben der Messe.

Negativ aufgefallen sind mir neben den Besuchermassen leider auch diverse, ser bekannte Reiseanbieter, welche sich sehr wenig Mühe mit der Deko auf dem Messestand gaben und rein auf den Sofort-Verkauf von Reisen ausgelegt waren. Man hat es wohl nicht mehr nötig Kunden zu ködern und baut dann gleich mal zwei Dutzend Workstations komplett mit Travel-Agents auf – das war’s dann… Trauriges Smiley 

Letzteres kann man allerdings vom wohl schönsten Stand hier unten nicht sagen – der Urwald von Peru läßt grüßen! Smiley

Jack-im-Urwald

Vielen Dank noch einmal an das Team der Messe Stuttgart, ich freue mich auf das kommende Jahr. Auf diesem Weg ein freundliches Winke-Winke – bis zum nächsten Blogbeitrag.

Euer weltreisender Seeräubär Jack Bearow

Coco Loco auf der Isla Saona in der Dominikanischen Republik

JackBearow CocoLocoFrohe Ostern, liebe Blogleser!

Nachdem das Wetter grad wieder Kapriolen schlägt und mir am Gründonnerstag noch einmal Schnee vor der Haustür beschert, habe ich mal wieder ein wenig in den Reisebildern gekramt und musste feststellen, dass noch viele Bilder und Reiseberichte auf Veröffentlichung warten. *uff*

Passend zu den kommenden Osterfeiertagen habe ich mir mal die Fotos vom karibischen Traumstrand Saona Beach  herausgesucht, wo ich erste Bekanntschaft mit der seltenen und gefährlichen Kokosnuss-Art namens Coco Loco gemacht habe. So eine Kokosnuss sieht ja fast aus wie ein Ei, naja, ein großes, hartes und behaartes Ei. *rotwerd*

JackBearow Captain

Da das Clubschiff AIDAvita in La Romana neben frischem Proviant alle zwei Wochen auch neue Passagiere an Bord nahm, wurden hier nur Halbtagsausflüge angeboten. Einer dieser Ausflüge ging entlang der Küste der Dominikanischen Republik in das Naturschutzgebiet “Parque Nacional del Este” zu einer kleinen Trauminsel namens Isla Saona (Saona Island ).

Unterwegs gab es einen kurzen Plausch unter echten Seebären und so konnte ich höchstbärsönlich dafür sorgen, dass wir einen kurzen Zwischenstopp an einer Sandbank einlegten, wo hunderte von Seesternen ihr Zuhause haben.

Seestern

Durch das Personal an Bord gab es noch eine kurze Einweisung und dann durften auch wir ins warme Wasser um die Seesterne anzufassen. Immer schön unter der Wasseroberfläche lassen und nicht an die Luft halten!

Weiter ging es nach diesem kurzen und sehr erfrischenden Halt mit  Merengue-Klängen und kühlen Drinks an Bord. Alkohol würde es aber erst auf der Rückfahrt geben, denn schließlich wollten auf der kleinen Inseln noch ein paar Gäste schwimmen und schnorcheln. Typisch karibisch war dann der Anblick, welcher uns bei der Ankunft erwartete. Aber macht Euch am Besten selbst davon einen Eindruck:Isla Saona - Saona Island - Saona Beach Isla Saona - Saona Island - Saona Beach

Jungs Sonnenbaden

Nun hieß es nur noch ab an den Strand und die nächsten Stunden auf diesem Eiland einfach genießen. Zusammen mit ein paar bayerischen Jungs, die am gleichen Abend wieder zurück in die Heimat flogen, machten wir es uns gemütlich. Relativ wenig andere Besucher waren anwesend und so war es schön ruhig, bis auf das unerlässliche Galoppieren des Merengue-Sounds aus den Boxen der Strandbude. Die Toiletten-Buden daneben wurden übrigens mit Regenwasser betrieben, welches man in einem Kübel selbst mit aufs stille Örtchen nehmen musste – sehr umweltfreundlich… 😉

Ein typisch dominikanisches Barbecue in Form von lecker gegrillten Hühnchen, Reis mit schwarzen Bohnen und Salat gab es nach dem ausgiebigen Planschen in der Badewanne namens Karibik. Dazu wurde Bier oder Rum-Cola gereicht, wenn man denn wollte. :o)  Zur Nachspeise lag dort noch eine Platte mit frischen Früchten. Alles in allem sehr fein was dort für die paar Euro geboten wurde, nicht nur der Strand, wie Ihr hier sehen könnt:

 

Isla Saona - Saona Island - Saona Beach -Strand - Traumstrand

Isla Saona - Saona Island - Saona Beach

Um diesen wunderschönen Tag würdig abzuschließen, kaufte mein Besitzer der AIDA-DJ Dan noch eine frische Kokosnuss und nickte grinsend, als der Verkäufer fragte, ob er diese als Coco Loco, also als verrückte Kokosnuss wolle. Das machte mich doch ein wenig neugierig…

AIDA-DJ-Dan Coco-Loco

JackBearow-probiert JackBearow-abgefüllt.

Nach dem ersten Schluck aus der Coco Loco wusste ich dann auch warum der Typ so gegrinst hatte – eine satte Portion Rum sorgte zusammen mit der Kokosnussmilch für eine äußerst entspannte Rückfahrt zum Kreuzfahrtschiff.

Das war’s an dieser Stelle, mal sehen wann man mich mal wieder an den PC lässt, denn es warten wirklich noch viele Eindrücke von zwei Monaten Karibik und auch noch von den anderen zwei Monaten im Mittelmeer. Bis dahin wünsche ich Mast- und Schottbruch und immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel! ;o)

Euer Jack Bearow

Weihnachten an Bord der AIDAvita mit Volker Seifen

JackBearow SantaClaus

Ei schaut doch mal, wer mich am Heilig Abend an Bord der AIDAvita besucht hat!

Es war der Weihnachtsmann höchstbärsönlich, der einen kurzen Halt in der Karibik gemacht hat, extra um mir mein Weihnachtsgeschenk vorbei zu bringen – eine echte E-Gitarre! Wow! Endlich kann ich mich hier mal so richtig austoben und einen auf Rockstar machen… Oh yeah!

JackBearow-Rockstar

Das muss ich doch gleich dem Volker erzählen… Jack VolkerSeifertWer der Volker nun wieder ist?
Ach, das hab ich ja noch gar nicht erzählt. Comiczeichner Volker Seifen ist der Gastkünstler an Bord der AIDAvita. Er gab in den vergangenen zwei Wochen Kurse hier an Bord. Hier stehen wir mal eben kurz in seiner Ausstellung. Edutainment nennt sich das auf neudeutsch und das kann so richtig Laune machen seiner kreativen Ader freien Lauf zu lassen. Volker kann das besonders gut und malt seine Kunstwerke auf authentischen Seekarten oder echtem Segeltuch. Jack VolkerSeifert-Arbeit
Was er zeichnet hat für den Norddeutschen fast immer mit dem Meer zu tun – so mag ich das. Volker zeichnet etwa die Gäste und Mitarbeiter an Bord des Clubschiffes AIDAvita als Comic-Möwen, erstellt einen täglich frischen Cartoon zu aktuellen Erlebnissen während der Kreuzfahrt oder zeichnet meine absoluten Lieblinge, die Piraten im Glas. Anbei mit seiner freundlichen Genehmigung einige seiner Kunstwerke.

Comicbild-Tagescomics Comicbild-AIDAvita-Weihnachten Comicbild-Karibikreise Comicbild-Karibiksonne Comicbild-ReggaeRum Comicbild-Sonnenaufgang

Hier mal die Tagescomics der gesamten zweiwöchigen Reise im Überblick:

TagescomicsJack Tagescomic

Diese Tagescomics locken das ein oder andere Schmunzeln hervor, denn da werden Bordleben und Erlebnisse beim Landgang nochmal auf die Schippe genommen und von der reisenden Möwe kommentiert. Volker hat hier eine echte Liebe zum Detail entwickelt wie man auf seinen Werken gut erkennen kann.

Auch Weihnachten wurde hier nicht ausgelassen wie Ihr gleich sehen könnt. Das Bild war wohl eher eine Schnapsidee, aber das sind oft die Besten.

karibischerWeihnachtsmann

Was er dazu gedichtet könnt Ihr hier lesen:

Heut morgen um Viertel 4,
hab ich ihn gesehen auf der Vita hier.

Er war leicht bekleidet, praktisch halbnackt,
in der Hand hat er ein Bier gehabt.

Um alle zu erfreuen zur Heiligen Nacht,
hab ich ein Bild von ihm gemacht.

Seine letzten Worte, für Euch liebe Gäste:
Feiert man feste!

 

Welche tollen Gäste er meint könnt Ihr hier mal bewundern:

Comicbild-AIDAvita-Möwen

Daniel-DJ-Möwe Ich find das echt klasse, wenn jemand so kreativ ist. 🙂

Hier seht Ihr mal eine der Möwen-Karikaturen etwas genauer – es ist mein Besitzer, der AIDA-DJ Dan als DJ-Möwe. *höhöhö* Gut getroffen! Das ganze Bild in groß sieht dann schon recht imposant aus, es ist gemalt auf echtem Segeltuch, welches extra dafür grundiert wurde.

Versprochen hat er mir, das ich samt meinem Besitzer noch einmal in groß karikiert werde und darauf bin ich echt gespannt. Werd mich da mal hinsetzen und zugucken wie der das anstellt, der olle Pinselschwinger.

Piraten-im-Glas-Rum

Meine wirklichen Freunde sind allerdings die Piraten im Glas, welche mindestens genauso dolle Abenteuer wie ich erleben.

Hier mal ein kleiner Vorgeschmack – das ganze gibt es auch als Buch zu kaufen unter www.seifenblasencomics.de oder www.volker-seifen.de – schaut doch mal vorbei, es lohnt sich, sobald die Seite überarbeitet wurde. Volker kümmert sich drum sobald er wieder daheim ist.

Piraten-im-Glas

Sobald ich meine bärsönliche Zeichnung habe werde ich den Beitrag hier natürlich ergänzen. Hoffe der kriecht das noch hin, denn morgen schon wird er wieder abreisen. Schade eigentlich, denn mit dem konnte man so richtig gut schnacken und einen Heben… *schnüff*

Tausend Dank für diese tollen Comics, mein lieber Volker, mach schön weiter so und uns damit noch jede Menge Freude!

Auf diesem Weg ein Beary Christmäs aus der Karibik
meine lieben vom Fernweh geplagten!

Mit dem Taxi zur Maya Tempelanlage ALTUN HA in Belize

Ivanas-Tour

Greetings from Belize, Mon! 😉

Ich staune nicht schlecht, was sich mein Herr und Meister auf dieser Reise so alles einfallen lässt um mich abenteuerlustigen Reisebären bei Laune zu halten. Ivana vom Bord-Theater der AIDAvita wollte dieses mal unbedingt zu den Ausgrabungsstätten der mittelamerikanischen Maya im schönen Belize. Auf eigene Faust sollte es in den Dschungel gehen, doch alleine war Ihr das zu teuer und zu gefährlich. Also schlossen Jack Evasich die drei Crewmitglieder  Elli, Eva und mein AIDA-DJ Dan vom Clubteam an und machten sich  nach einer kurzen Preisverhandlung für 120 US-Dollar auf den Weg zu den Ruinen von ALTUN HA, einer Tempelanlage mitten im Urwald Mittelamerikas. Sprachlich bestehen im ehemaligen Britisch Honduras keinerlei Barrieren, denn die Bevölkerung spricht ein relativ slangfreies Englisch. Eine Stunde dauerte die holprige Fahrt im vollklimatisierten Taxi, vorbei an kleinen Holzhütten, diversen Polizeikontrollen und jeder Menge Vegetation. Zu den 30 US-Dollar pro Person kamen noch 10 Belize-Dollar (was umgerechnet 5 US-Dollar sind) Eintritt in der Tempelanlage, die uns auf den ersten Blick gar nicht so spektakulär mit Touristenbussen, kleinen Restaurants und Souvenirläden begrüßte…

Belize-RestaurantWelcome-to-Altun-Ha Rastaman-Kokosnuss

Zwei- bis  dreimal die Woche kommen die großen Schiffe der Norwegian Cruiseline und der Carnival Corporation, zu welcher auch die AIDA-Flotte gehört. An diesen Tagen geht es rund im Hafen von Belize City, denn laut staatlicher Verordnung dürfen nur Einheimische Kapitäne tendern und mit Ihren schnellen Booten die Touristen an Land  bringen. Das bringt dringend benötigte Devisen in das arme Land.  Neben der AIDAvita lagen noch die Norwegian Spirit und die Navigator of the Seas drei Seemeilen vor der Küste auf Reede, entsprechend hektisch ging es zu, sowohl im Dutyfree-Bereich des Hafens als auch auf der Tempelanlage.  Ein typisch lokales Angebot gab es von einem extrem coolen Rastamann direkt am Eingang zur Anlage –  frische Kokosnüsse! Lecker…

Altun-Ha-Maya-Stufenpyramide

Vorbei an den anderen Händlern ging es hinein in die antike Kultstätte. Da wir diesmal ohne Tourguide unterwegs waren gibt es von meiner Seite nicht viele geschichtliche Fakten zu berichten, außer den Sachen, die ich mit meinen Lauschern bei den Guides der anderen Gruppen aufgeschnappt habe. Der erste Blick fiel auf diesen Hügel samt Treppe  – letztere wurden dem kleinen US-Amerikaner hier wohl zu viel…

zuviele-StufenDer brüllte so laut nach seiner Mama, dass man ihn im ganzen Urwald hören konnte und die zur Bewachung abgestellten Polizisten doch mal kurz die Augen öffneten… 😉

Weiter ging es durch die gut gepflegte Anlage in einen großen Innenhof, der gut und gern so groß wie ein Fußballfeld ist. Ringsum stehen sie dann, all die beeindruckenden Bauten des längst untergegangenen Volkes der Maya.

Tempelanlage-Maya-Altun-Ha-Belize

Heiß brannte die Sonne auf uns herab und so konnten wir gut verstehen, warum man hier in grauer Vorzeit dem Sonnengott huldigte. Überwältigt von der Baukunst folgten wir dem Pfad und knippsten ein paar tolle Bilder, die ich Euch gerne hier zeigen möchte. Aber erst einmal muss der reiselustige Seeräubär ein wenig im Schatten ausruhen… *uff* So ein Pelz kann manchmal ein wahrer Fluch sein! Insbesondere bei über 30 Grad Celsius im Schatten…

Jack-mit-Blick-auf-Maya-Pyramide

Tempelanlage-Maya-BelizeMaya-Bauwerk-Altun-HaMaya-Sonnengott-Altun-HaMaya-Sonnengott-Altun-Ha-Belize Altun-Ha-Sonnengott-Tempel-Maya Maya-Sonnengott-Tempel-Altun-Ha-Belize

Und genau da wollten wir alle noch hinauf: Auf den Sonnentempel ALTUN HA!

Evas-FluchtDamit wir auf der weiteren Reise immer schönes Wetter haben, beschloss ich alter Saubär den hiesigen Gottheiten ein angemessenes Opfer darzubringen. Eine holde Jungfrau war leider nicht in Sicht und so warf ich einen genaueren Blick auf die liebe Clubteam-Leiterin Eva. Als sie von meinen Plänen hörte war sie gar nicht so begeistert… Flucht war Ihr erster Gedanke, doch mir entkommt so schnell keine(r)! 😉 Opfergabe-fuer-den-Sonnengott

Über die sanfte Art meiner Opfergabe war sie dann doch sichtlich erstaunt… Hatte die ein Glück, dass ich meinen Säbel nicht dabei hatte! Ha! (Die Nacht darauf hat es übrigens heftigst gestürmt auf hoher See – das hatte ich nun davon… *brummel*)

Blick-vom-Sonnengott-Tempel-Altun-Ha

Der Blick vom Dach des Tempels machte einem dann bewusst welche großen Baumeister da am Werk waren. Beeindruckend, auch ohne die Fakten zu wissen…

Zum Abschied ging es dann noch ein paar Souvenirs kaufen. Den Kleinsten hier in Belize kann man übrigens mit ganz einfachen Sachen eine große Freude bereiten, so wie hier – ein frisch geschältes Zuckerrohr ist besser als jede Tafel Schokolade! Belize it or not! 🙂

Sugarcane Jacks-Sweet-Carribean Jacks-Virgin-Colada
Ich hingegen konnte mich nur schwer entscheiden was ich vor der Rückkehr auf das Schiff noch genießen sollte und so wurden es ein Sweet Carribean UND eine Virgin Colada in der Bar Sandpipers. Lecker, lecker, lecker kann ich nur sagen… You betta belize it!
Silvester kommen wir wieder, mal sehen was wir dann anstellen – ich bin gespannt!

Leuchtturm-Belize

Gebloggt auf Kabine 3215 an Bord der AIDAvita im kariibischen Meer.

Auf der Rock’n’Reggae-Road zur Rum-Fabrik Appleton auf Jamaica

Ahoi meine lieben Freunde!

Jacks-Buddel-mit-RumEs ist wieder so weit, ich bin endlich wieder auf Tour! Diesmal geht es wieder einmal mit dem Clubschiff AIDAvita auf hohe See, jetzt aber acht Wochen lang quer durch die nördliche Karibik.
Fehlende Berichte aus der Mittelmeer-Zeit reiche ich in den nächsten Wochen nach – Bärensache! Hier aber mal ein brandaktueller Bericht aus der Karibik.
Anfangen möchte ich gleich einmal mit einem absoluten Ausflugs-Highlight, dem Besuch der weltberühmten Appleton Rum-Destille. Wenn Ihr also wissen wollt wie ich kleiner Seeräubär zu dieser extrem feinen Buddel voll Rum gekommen bin, dann nehmt Euch en wenig Zeit und lest den folgenden Reisebericht.

Als mein Besitzer, der AIDA-DJ Dan meinte, er wolle es in der ersten Woche an Bord etwas ruhiger angehen lassen, dachte ich mir schon wie öde wird das wohl…
JackBearow WulanDoch die liebe Barmanagerin Ina kam ihm da – Neptun sei Dank – gründlich in die Quere. Ein Platz war noch frei auf der Tour des AIDA-Barpersonals zur Rum-Fabrik von Appleton auf Jamaika. Eine Fortbildung für jeden Baarkeeper und so, machten wir uns zu fünfzehnt auf den Weg vom Liegeplatz in Montego Bay in das  jamaikanische Hochland. Mit einem Kleinbus ging es über die Rock’n’Reggae-Road hinauf in die Berge. Zwei Stunden wurden wir durchgerüttelt, denn die Straßen auf dieser schönen Insel sind mehr als marode. Jamikanische-Baustelle

Unser Bar-Engel Wulan aus Indonesien hatte Mitleid mit mir und nahm mich gerne auf den Schoss. So durfte ich von dort aus die Fahrt vorbei an den bunten Holzhütten und der dichten Vegetation beobachten. Augen zu und durch war die Devise, denn spätestens nach 20 Minuten auf dieser Rüttelfahrt macht jeder noch robuste Magen schlapp. Doch unser Fahrer O’Neal steuerte das Gefährt schnell und sicher in das Hochland, Yah Mon- Respect! 😉

JackBearow-at-AppletonRumJamaica Endlich wieder  festen Boden unter den Füßen stieg die Laune erheblich. Gracie von der AIDA-Bar nahm mich bei der Hand und rein ging es in die Rum-Fabrik, wo wir mit einem lecker Becher Rum-Punsch begrüßt wurden. JacksRumfassDas Zeug stellte auch endlich wieder halbwegs normale Zustände im Verdauungstrakt ein. Gleich von mir in Beschlag genommen wurde dies kleine Fässchen mit Rum, aber es sollte noch dicker kommen…
Raus ging es in den Garten der Rum-Destille, wo ein kleines Museum zum Anfassen auf uns wartete. Erster Stopp war der kleine Esel hier, welcher nur zu Demonstrationszwecken für Touristen zeigte, wie früher der Zuckersirup, welcher der Grundlage für jeden Rum ist, aus dem Zuckerrohr gepresst wird.

Rum-EselMit der Kraft einer Eselsstärke kamen immerhin 65-75 Prozent der Flüssigkeit aus dem Gewächs. Inzwischen erledigen das Maschinen mit einer Effizienz von bis zu 95 Prozent. Zur Belohnung für seine drei Runden an der Presse bekam der nette Herr Esel übrigens das ausgepresste Zuckerrohr zum Essen. Jammi!  JacksAusritt

Ich wollte den Rest der Tour nicht mehr zu Fuß bestreiten und kaperte mir diesen Eselskarren am Wegesrand, aber der störrische Kerl wollte einfach nicht losfahren… *brummel*

Na gut, dann  eben zu Fuß rauf auf den ehemaligen Wachturm. Von dort gab es einen tollen Blick auf das Land rund um das Appleton-Anwesen aus dem 18. Jahrhundert.

Die Insel Jamaika entstand vor 16 Millionen Jahren bei einem Vulkanausbruch. Auf diesem fruchtbaren Boden gedeihen jede Menge tropische Pflanzen und so geht es auch dem Zuckerrohr, welches von den spanischen Eroberern erstmals angebaut wurde sehr gut. Das Hochplateau von Appleton liegt in einem Talkessel, wo es sogar vor den alljährlich wütenden karibischen Stürmen gut geschützt ist. Nach einem Blick über die firmeneigenen Felder ging es in die eigentliche Destille, wo aber nicht fotografiert werden durfte. Auf dem Weg dorthin erklärte uns der freundliche Guide, dass der Zuckerrohrsaft erst einmal zentrifugiert wird um die Melasse von den Zuckerkristallen zu trennen. Der dabei entstehende braune Zucker wird weiterverkauft, nur die Melasse wird in der Destille genutzt.

Dort werden Jahr für Jahr elf Millionen Liter feinster  Rum hergestellt. Jeder einzelne Tropfen Appleton Rum kommt aus diesen Räumen und bringt die Sonne Jamaikas in die weite Welt. Zur Herstellung gibt es inzwischen zwei Verfahren. Da wäre einmal die klassische Destillation für die feinen Brände, welche im ersten Brand 85 % Alkoholgehalt haben aber so natürlich nicht verkauft werden. Diese Methode ist zwar langsam, dafür aber besser für den Geschmack. Die weniger sanften Brände werden in einem etwas schnelleren Verfahren hergestellt und enthalten dann 95 % Alkohol im ersten Brand. Verschnitten werden diese Brände übrigens nur für drei der zahlreichen Rumsorten die aus dieser Fabrik kommen. Was aus den Rohren kommt ist übrigens erst einmal so klar wie Wasser. Dieser weiße Rum kommt geschmacklich an den einfachen Bacardi heran, doch dieser ist nicht wirklich die erste Wahl von Rumkennern. Der braune Rum ist wesentlich geschmackvoller. Die unverkennbar goldene Farbe und das feine Aroma erhält der braune Rum erst im nun folgenden Lagerungsprozess.  Appleton-Rumlager

Im Lagerraum nebenan angekommen staunte ich nicht schlecht, denn ich war im Paradies angelangt! Fast 8500 (!) Fässer Rum, teilweise bis zu 24 Jahre alt, lagerten hier in 40-Liter-Fässern aus weißer Eiche. Und dies sei nur das drittkleinste Lager, meinte unser Guide. Sollte eine Katastrophe auf Jamaika passieren, was ich nach diesem Anblick nicht hoffe, gäbe es noch zwei geheime Lager in der Karibik, damit der feine Tropfen nicht zur Neige geht. 😉Jack-im-Rumparadies
Ei, hier wollte ich mich verstecken und mir eine Bleibe einrichten, doch meine Fluchtversuch wurde entdeckt… Mist! 😦
Die Eichenfässer auf diesen Bildern sind übrigens von Jack Daniels, denn auf Jamaika gedeiht vieles, nur keine weisse Eiche. Ursprünglich lagerte darin der gute dreijährige Whiskey, doch nach der Entleerung werden die Fässer ausgebrannt und für Appleton verwendet. Dieser Reinigungsprozess und die Tannine im Holz verleihen dem Rum seinen goldenen Glanz und den weichen Geschmack.

Der Fachmann rät übrigens von Cuba Libre, also Rum mit Cola ab, da man sich durch den ganzen Zucker am nächsten Tag schlecht fühlt. Er rät dazu Rum pur, mit Eis oder Wasser oder frischen Fruchtsäften zu genießen. Cranberry-Saft soll sich ganz toll mit braunem Rum mischen lassen  – ich werde das testen!

Zuckerrohr-PresseAn dieser handbetriebenen Presse durften unsere Barkeeper mal zeigen was sie so drauf haben und das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Der frisch gepresste Zuckerrohrsaft riecht wie Mais, also nach reiner Stärke, schmeckt aber recht lecker. Auf der Insel mischt man ihn übrigens gern mit Lime-Juice und einem Schuss Gin.

Noch schnell ein Gruppenfoto mit Bär und dann ging es weiter im Programm!

Gruppenbild-Appleton-Jamaica
Anschließend gab es dann zur Stärkung noch ein feines Essen im Museums-Restaurant. Reis mit schwarzen Bohnen, Kartoffeln, Salat, Hühnchen auf jamaikanische Art und dazu den lecker Rumpunsch – was für eine Grundlage! Und die brauchten wir auch, denn nun kam das eigentliche Highlight der Tour – die Verköstigung! *grins*

Zehn Flaschen aus der hauseigenen Produktion standen dort zum Testen, doch leider mussten alle Barkeeper und auch der DJ noch arbeiten. Und so blieb es bei einigen fachkundigen Schlückchen. Mit dabei waren dort nicht nur normaler Rum sondern auch exotische Mischungen, wie etwa Rum mit Piment, welcher meiner Meinung nach sehr gut in Glühwein passen würde und auf Jamaika auch zum Einlegen von Fleisch verwendet wird. Dann waren da noch der weiße Kokos-Rum, welcher sich hervorragend für Pina Colada eignet, eine Rum-Creme, ähnlich wie Baileys, aber um Welten besser und dasselbe mit Kaffee-Creme. Dann noch ein Rumlikör mit Honig… Ei, das wäre was für mich! Aber mein Besitzer entschied sich für einen zwölf Jahre alten Rum, da will ich mal nicht so sein… Als Abschiedsgeschenk gab es für mich dann noch die oben gezeigte Buddel mit Rum – nur für mich! *höhöhö*

Anbei nun noch ein paar Impressionen aus dem Königreich des Rums:

Alte-Rum-Destille
Destilliations-Anlage aus dem 19. Jahrhundert.

Appleton-Garten
Im Garten von Appleton-Rum, begleitet von stolzen Pfauen.

Appleton-Tour
Damit wurde vor Erfindung des Automobils der Rum auf Jamaika geliefert…

Appleton-Rum-Truck
…und damit danach! 😉

Über Stock und Stein ging es dann zurück zum Schiff und trotz all der Strapazen muss ich gestehen, dass es die Reise wert war… Cheers, Mon! ;o)

Gebloggt auf Kabine 3215 an Bord der AIDAvita im kariibischen Meer.

Jack Bearow zu Besuch auf der Brücke

 

Moin Moin, meine lieben Daheimgebliebenen!

Erwin-on-DutyAuf meinen täglichen Erkundungsgängen an Bord des Clubschiffes AIDAvita machte ich neulich eine Entdeckung, die mich stutzen ließ. Hoch oben auf der Brücke saß da ein kleiner, grüner Kamerad im Ausguck – ob der Dauer-Seekrank ist? Dem muss ich doch dringend mal auf den Grund gehen, auch wenn man hier seit dem 11. September 2001 nicht mehr so einfach auf die gut geschützte Schiffszentrale kommt.

JackBearow Erwin

Durch meine nette Art und meinen sprichwörtlichen Seebären-Charme konnte ich tatsächlich eine bärsönliche Brückenführung durch den ersten Offizier ergattern und schon war ich zusammen mit ein paar netten Mädels von der Crew hoch oben auf Deck 10, gleich um die Ecke vom Kapitän. 
Und da saß er schon, immer auf Zack, der Matrose, das kleine Krokodil Erwin. So heißt er nämlich, der “1st Outlook”, der da oben auf der Brücke Tag und Nacht die Crew mit scharfem Blick unterstützt.

Neben all dem modernen Maschinen von wegen Computer, Radar und was es sonst noch so gibt, ist es Vorschrift, dass ständig ein Matrose den Seeraum beobachtet. Erwin hilft da fleißig mit…

Brückenführung

JackBearow_am-Steuer_3

Nach einem kurzen Plausch unter uns erfahrenen Seeleuten gab es eine kurze Brückenführung. Sogar ans Steuer durfte ich kurz, aber nur weil das Schiff im Hafen lag. 😉
Aber was man da so alles an Seemanns-Know-How erfährt ist schon toll. Wusstet Ihr schon, dass es nicht der Anker mit seinen läppischen 6,5 Tonnen ist, der das Schiff bei der Reede auf Position hält? Vielmehr ist es die Kette die da mit gegeben wird. 11-12 Längen hat eine solche Ankerkette, wobei eine Länge 27,5 Meter misst. Je nach Wassertiefe wird diese Kette dann mit dem Anker versenkt. Als grober Anhaltspunkt gilt die dreifache Länge der Wassertiefe, also drei Längen mit 82,5 Metern bei 25 Metern Wassertiefe. Das ist ganz schön viel Eisen auf dem Grund des Meeres!

Blick-von-der-Nock

Beim Blick von der Nock auf das unter uns liegende Dock wurde mir dann doch ein wenig anders… Man ist das hoch! Aber von hier aus sieht der Kapitän ganz genau wie weit er beim Anlegemanöver noch von der Kaimauer weg ist.

Dem Erwin hab ich ganz fest versprochen rauf zu winken, wenn er wieder mal auf Position ist und ich auf dem Sonnendeck der Crew faulenze – Ehrensache!

Als kleines Abschiedsgeschenk gab es dann noch einen nagelneuen AIDA-Pin für mich, welchen ich Euch im nächsten Blogbeitrag gerne mal zeige…

Sonnige Grüße von der AIDAvita sendet Euch Euer Seeräubär Jack Bearow

P.S.: Anbei noch ein paar Schnappschüsse vom diversen anderen Schiffen, die mir nun schon auf meiner Kreuzfahrt begegnet sind. Sind schon echt dolle Teile dabei. Mehr davon findet Ihr übrigens auf der einmaligen Webseite zum Thema Schiffe:
Vesseltracker.com!